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Bezirk Deutschlandsberg

Wettmannstätten

Die flachste und eine der kleinsten Gemeinden des Bezirks - ohne Weinberge, ohne Burg, ohne einen einzigen Beherbergungsbetrieb. Dafür mit einem See und einer Pendlerbilanz, die das genaue Gegenteil der Bezirkshauptstadt zeigt.

Zuletzt aktualisiert: August 2026
Redaktion: Redaktion Weststeiermark
Schilfbestandener Teich vor flachem Maisfeld, dahinter ein Bauernhof und niedrige bewaldete Hügel
Flaches Ackerland, ein Teich mit Schilfgürtel, Hügel erst am Horizont - so sieht der Nordosten des Bezirks aus. Symbolbild.

1.649 Einwohner auf 18 Quadratkilometern ergeben 92 Menschen je Quadratkilometer. Das Gemeindeamt liegt auf 299 Metern Seehöhe und damit tiefer als jedes andere der fünfzehn Gemeindeämter im Bezirk; das nächsttiefere in Groß St. Florian liegt 13 Meter höher, das höchste in Bad Schwanberg 119 Meter darüber.

Wettmannstätten liegt im flachen Nordosten des Bezirks Deutschlandsberg, wo das Laßnitztal ins Grazer Becken übergeht. Die Gemeinde gehört damit landschaftlich nicht zum Schilcherland: Die Weinberge beginnen erst weiter westlich, die Koralpe ist Kulisse am Horizont. Was hier zählt, ist Ackerland.

Zur Gemeinde gehören sieben Ortschaften: der Ortskern Wettmannstätten sowie Lassenberg, Schönaich, Waldschacher See, Weniggleinz, Wohlsdorf und Zehndorf. Anders als die meisten Nachbargemeinden blieb Wettmannstätten bei der Gemeindestrukturreform 2015 unverändert - es gab keine Zusammenlegung.

Eine Wohngemeinde, keine Arbeitsgemeinde

Die Zahlen aus dem Gemeindedatenblatt zeichnen ein deutliches Bild: 678 Menschen pendeln zur Arbeit aus Wettmannstätten hinaus, nur 319 herein. 78 Prozent aller Erwerbstätigen, die hier wohnen, arbeiten anderswo - überwiegend in Richtung Graz und Deutschlandsberg.

Zum Vergleich: In Deutschlandsberg ist es genau umgekehrt, dort halten Einpendler zwei Drittel der Arbeitsplätze. Wettmannstätten ist die Gegenseite dieser Rechnung - ein Ort, an dem man wohnt und von dem aus man wegfährt.

Gezählt werden trotzdem 158 Arbeitsstätten in der Gemeinde, deutlich mehr als noch vor zwanzig Jahren. Die Landwirtschaft stellt heute 3,5 Prozent der Beschäftigten; 2001 waren es noch 8,6 Prozent. Die Einwohnerzahl ist über diesen Zeitraum um knapp 15 Prozent gewachsen - Wettmannstätten profitiert von der Nähe zu Graz.

Der Waldschacher See

Der Waldschacher See im Osten der Gemeinde ist so bedeutend, dass die Gemeinde ihn als eigene Ortschaft führt. Er liegt auf rund 296 Metern und damit noch etwas tiefer als der Ortskern; ein Campingplatz liegt direkt am Ufer.

Für die Region ist er eine Seltenheit: Stehende Gewässer dieser Größe gibt es im Bezirk sonst kaum, das Wasser fließt hier normalerweise in Bächen talwärts. Der See ist über einen Rundweg erschlossen, der als Laufstrecke genutzt wird.

Was Wettmannstätten dagegen nicht hat, ist Beherbergung. Im Gemeindedatenblatt steht bei Nächtigungen, Betrieben und Betten jeweils ein Strich - die Gemeinde verzeichnet keinen einzigen gemeldeten Beherbergungsbetrieb. Wer hier übernachten möchte, sucht in den Nachbargemeinden.

Gemeindeamt

Marktgemeinde Wettmannstätten

Adresse: Wettmannstätten 2, 8521 Wettmannstätten

Telefon: +43 3185 2252

E-Mail: gde@wettmannstaetten.gv.at

Amtsstunden: Mo, Di, Mi und Fr 8 bis 12 Uhr, Do 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr

Bürgermeister: Peter Neger

Die statistischen Angaben stammen aus dem Gemeindedatenblatt der Landesstatistik Steiermark, Stand 1. Jänner 2025. Kontakt, Amtsstunden und Ortschaften nach Angabe der Marktgemeinde Wettmannstätten.