Stainz – Schloss, Wein und steirische Lebensart

Historische Marktgemeinde mit imposantem Schloss, lebendiger Weinkultur und dem berühmten Flascherlzug

Zuletzt aktualisiert: Februar 2026
Redaktion: Redaktion Weststeiermark

Marktgemeinde Stainz im Überblick

Stainz ist die zweitgrößte Gemeinde im Bezirk Deutschlandsberg und zählt zu den bedeutendsten Orten der gesamten Weststeiermark. Rund 10.500 Einwohner leben in der weitläufigen Marktgemeinde, die sich über eine Fläche von 94,66 Quadratkilometern erstreckt und damit ein beachtliches Gebiet zwischen dem Laßnitztal und den weststeirischen Weinbergen umfasst. Der Ort liegt auf einer Seehöhe von 382 Metern und wird vom imposanten Schloss Stainz dominiert, das majestätisch über dem Markt thront und weithin sichtbar die Silhouette des Ortes prägt.

Die Geschichte von Stainz ist untrennbar mit dem Augustiner-Chorherrenstift verbunden, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde und über Jahrhunderte hinweg das geistige und wirtschaftliche Zentrum der Region bildete. Nach der Aufhebung des Stifts erwarb Erzherzog Johann das Anwesen und machte es zu einem Zentrum des ländlichen Fortschritts. Dieses Erbe ist bis heute im Ortsbild, in den Museen und in der Mentalität der Menschen spürbar, die Tradition und Weltoffenheit miteinander verbinden.

Die charmante Altstadt von Stainz besticht durch ihre historischen Arkadenhöfe, die an die bürgerliche Baukultur des 17. und 18. Jahrhunderts erinnern und dem Ort ein beinahe mediterranes Flair verleihen. Die Lauben und Bogengänge entlang des Hauptplatzes laden zum Flanieren ein und bilden eine architektonische Besonderheit, die man in dieser Form nur selten in der Steiermark findet. Zwischen den historischen Fassaden reihen sich kleine Geschäfte, Gasthäuser und Cafés aneinander und schaffen eine Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

Als wirtschaftliches Zentrum der nördlichen Weststeiermark verfügt Stainz über eine ausgezeichnete Infrastruktur mit Schulen, Nahversorgern, Ärzten und öffentlichen Einrichtungen. Die Nähe zur Landeshauptstadt Graz, die in rund 30 Autominuten erreichbar ist, macht Stainz sowohl als Wohnort als auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Weinberge, zu den Buschenschänken und in die umliegende Natur außerordentlich attraktiv.

Schloss Stainz

Schloss Stainz ist das unbestrittene Wahrzeichen der Marktgemeinde und eine der bedeutendsten historischen Anlagen der Weststeiermark. Seinen Ursprung hat das heutige Schloss in einem Augustiner-Chorherrenstift, das im Jahr 1229 von Leutold von Wildon gegründet wurde. Über mehr als fünf Jahrhunderte hinweg war das Stift ein geistliches und kulturelles Zentrum der Region, in dem Bildung, Seelsorge und Wirtschaft gleichermaßen gepflegt wurden.

Nach der Aufhebung des Stifts durch Kaiser Joseph II. im Jahr 1785 erwarb Erzherzog Johann von Österreich das Anwesen im Jahr 1840. Der Erzherzog, der als Visionär und Reformer der steirischen Landwirtschaft gilt, machte Schloss Stainz zu seinem Sommersitz und zu einem Experimentierfeld für moderne Agrartechniken. Er führte neue Anbaumethoden ein, förderte die Viehzucht und gründete landwirtschaftliche Vereine, die das bäuerliche Leben in der gesamten Steiermark nachhaltig veränderten. Seine Verbindung zur Region wurde durch die Heirat mit Anna Plochl, einer Postmeisterstochter aus Bad Aussee, noch verstärkt.

Heute beherbergt Schloss Stainz zwei Museen des Universalmuseums Joanneum, die zu den meistbesuchten kulturellen Einrichtungen der Weststeiermark zählen. Das Landwirtschaftsmuseum dokumentiert auf eindrucksvolle Weise die Geschichte der steirischen Land- und Forstwirtschaft vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Historische Geräte, nachgebaute Werkstätten und multimediale Stationen vermitteln ein lebendiges Bild vom bäuerlichen Alltag vergangener Jahrhunderte und zeigen die Entwicklung moderner Bewirtschaftungsmethoden auf.

Das Jagdmuseum im selben Gebäude widmet sich der Jagdkultur in der Steiermark und präsentiert neben einer umfangreichen Trophäensammlung auch Jagdwaffen, Gemälde und Darstellungen der historischen Jagdpraxis. Die Ausstellung beleuchtet das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Natur und thematisiert auch aktuelle Fragen des Naturschutzes und der nachhaltigen Wildtierbewirtschaftung. Sonderausstellungen zu wechselnden Themen ergänzen das Programm beider Museen.

Der weitläufige Schlosspark umgibt das Anwesen und ist frei zugänglich. Alte Baumbestände, sorgfältig gepflegte Rasenflächen und verschlungene Wege machen den Park zu einem beliebten Naherholungsgebiet für Einheimische und Gäste gleichermaßen. Die barocke Stiftskirche, die sich unmittelbar an das Schloss anschließt, ist ein architektonisches Juwel mit prächtigen Deckenfresken und einem kunstvoll gestalteten Hochaltar. Sie dient noch heute als Pfarrkirche der Gemeinde und ist regelmäßig Schauplatz von Konzerten und feierlichen Veranstaltungen.

Die Altstadt

Der Hauptplatz von Stainz bildet das lebendige Zentrum der Marktgemeinde und ist ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart auf harmonische Weise zusammentreffen. Der großzügig angelegte Platz wird von historischen Bürgerhäusern mit liebevoll restaurierten Fassaden gesäumt, deren Arkadenhöfe einen besonderen architektonischen Reiz darstellen. Diese überdachten Laubengänge im Erdgeschoss der Gebäude dienten einst als Schutz vor Regen und Sonne für die Marktstände und verleihen dem Hauptplatz bis heute sein charakteristisches Erscheinungsbild.

Jeden Donnerstag verwandelt sich der Hauptplatz in einen lebhaften Wochenmarkt, der Erzeuger aus der gesamten Region anzieht. Frisches Obst und Gemüse aus den Gärten des Stainztals, Bauernbrot aus dem Holzofen, steirisches Kürbiskernöl, selbstgemachte Marmeladen, Honig von lokalen Imkern und natürlich Wein aus den umliegenden Weingärten – das Angebot spiegelt die Vielfalt und Qualität der weststeirischen Landwirtschaft wider. Der Markt ist nicht nur ein Ort des Einkaufens, sondern auch ein sozialer Treffpunkt, an dem sich Einheimische und Besucher bei einem Glas Sturm oder einem Stück Bauernkuchen austauschen.

In den Gassen rund um den Hauptplatz hat sich ein vielfältiges Angebot an Geschäften, Handwerksbetrieben und Gastronomiebetrieben etabliert. Traditionelle Fachgeschäfte stehen neben modernen Boutiquen, und die Konditoreien und Bäckereien des Ortes sind für ihre steirischen Mehlspeisen weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Die Gasthäuser am Platz servieren bodenständige weststeirische Küche – vom Backhendl über den Steirischen Salat bis zum Schweinsbraten mit Sauerkraut – und bieten in den warmen Monaten Sitzplätze im Freien an, von denen aus man das bunte Treiben auf dem Platz beobachten kann.

Besonders reizvoll ist ein Spaziergang durch die Altstadt in den Abendstunden, wenn die Fassaden der historischen Häuser im warmen Licht der Laternen erstrahlen und die Gasthäuser ihre Gäste mit dem Duft frisch zubereiteter Speisen empfangen. Im Advent verwandelt sich der Hauptplatz in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk, Punschständen und festlicher Beleuchtung, der in der gesamten Region als besonders atmosphärisch gilt.

Geschichte

Die Geschichte von Stainz reicht bis in das Hochmittelalter zurück und ist eng mit der Gründung des Augustiner-Chorherrenstifts verbunden. Im Jahr 1229 stiftete der steirische Ministeriale Leutold von Wildon das Kloster auf dem Hügel oberhalb des heutigen Marktplatzes. Die Augustiner-Chorherren prägten von diesem Zeitpunkt an über mehr als fünfeinhalb Jahrhunderte das geistliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben der gesamten Region. Das Stift war nicht nur ein Ort des Gebets und der Gelehrsamkeit, sondern auch ein bedeutender Grundbesitzer und Förderer der Landwirtschaft.

Bereits im 14. Jahrhundert erhielt Stainz Marktrechte, die den wirtschaftlichen Aufstieg des Ortes begründeten. Die Marktprivilegien erlaubten die Abhaltung regelmäßiger Jahrmärkte und zogen Händler und Handwerker aus der gesamten Region an. Der Ort entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz zwischen der Steiermark und den slowenischen Gebieten. Die Errichtung der Arkadenhöfe und Bürgerhäuser am Hauptplatz in den folgenden Jahrhunderten zeugt von der wirtschaftlichen Blüte, die der Markt erlebte.

Die josephinischen Reformen brachten einen tiefen Einschnitt in der Geschichte von Stainz. Kaiser Joseph II. ordnete im Rahmen seiner Klosterpolitik die Aufhebung zahlreicher Klöster und Stifte an, und so wurde auch das Augustiner-Chorherrenstift Stainz im Jahr 1785 säkularisiert. Die Stiftsgebäude und der zugehörige Grundbesitz gingen in weltliche Hände über, und das geistliche Leben am Ort erlosch. Die ehemalige Stiftskirche blieb jedoch als Pfarrkirche erhalten und diente weiterhin der Seelsorge.

Ein neues Kapitel begann, als Erzherzog Johann von Österreich im Jahr 1840 das ehemalige Stiftsgebäude erwarb und es zu seinem Landsitz ausbaute. Der fortschrittlich denkende Habsburger nutzte Stainz als Basis für seine weitreichenden landwirtschaftlichen Reformprojekte. Er gründete landwirtschaftliche Schulen, führte neue Obstsorten und Anbaumethoden ein und förderte die Modernisierung der bäuerlichen Betriebe. Sein Wirken machte Stainz zu einem Vorreiter der agrarischen Entwicklung in der gesamten Steiermark und begründete den Ruf des Ortes als Zentrum der ländlichen Innovation.

Die Gemeindestrukturreform des Jahres 2015 führte zur Zusammenlegung der bisherigen Gemeinden Stainz, Georgsberg, Marhof, Rassach, Stallhof und Stainztal zu einer neuen Großgemeinde Stainz. Durch diese Fusion wuchs die Fläche der Gemeinde erheblich, und die Einwohnerzahl stieg auf rund 10.500. Die Reform stärkte die Verwaltungskraft und Infrastruktur der Gemeinde und schuf die Voraussetzungen für eine gemeinsame Entwicklung des gesamten Stainzer Raumes unter einem gemeinsamen politischen Dach.

Weinbau und Kulinarik

Stainz ist eine der bedeutendsten Weingemeinden der Weststeiermark und liegt mitten im Herzen des weststeirischen Weinbaugebiets. Die Hänge rund um den Ort sind mit Weingärten bedeckt, in denen vorwiegend die für die Region typische Blaue Wildbacherrebe angebaut wird, aus der der berühmte Schilcher gekeltert wird. Dieser einzigartige Roséwein mit seiner charakteristischen hellroten Farbe und seinem fruchtig-frischen Geschmack ist das Aushängeschild des weststeirischen Weinbaus und darf ausschließlich in der Weststeiermark erzeugt werden.

Die zahlreichen Buschenschänke in und um Stainz sind ein wesentlicher Bestandteil der regionalen Weinkultur und Lebensart. In diesen traditionellen Weinschenken, die von den Winzern selbst betrieben werden, kann man den hauseigenen Wein in gemütlicher Atmosphäre genießen. Dazu werden kalte Platten mit regionalen Spezialitäten gereicht: Verhackert, eine pikante Speckaufstrich-Spezialität, Liptauer, hausgemachte Aufstriche, Käferbohnensalat, Bratlfettn, geselchtes Fleisch und frisches Bauernbrot. Das Einkehren beim Buschenschank ist ein fester Bestandteil der weststeirischen Lebensart und zieht nicht nur Einheimische, sondern auch Gäste aus der ganzen Steiermark und darüber hinaus an.

Eine besondere Attraktion für Weinliebhaber und Eisenbahnfreunde gleichermaßen ist der Stainzer Flascherlzug, eine historische Schmalspurbahn, die zwischen dem Bahnhof Stainz und dem Weinort Preding verkehrt. Die nostalgische Bahn, die ihren liebevollen Beinamen der Tatsache verdankt, dass die Passagiere traditionell ihre Weinflaschen – die Flascherl – mit auf die Fahrt nahmen, führt durch die malerische Landschaft des Stainztals und vorbei an Weingärten und Buschenschänken. Die Fahrt mit dem Flascherlzug, der von einer historischen Dampf- oder Diesellokomotive gezogen wird, ist ein Erlebnis, das den Charme vergangener Zeiten lebendig werden lässt und einen genussvollen Einstieg in die Weinregion bietet.

Neben dem Schilcher werden in der Region auch ausgezeichnete Weißweine produziert. Sauvignon Blanc, Welschriesling, Weißburgunder und Muskateller gedeihen auf den kalkhaltigen Böden und in dem milden, von pannonischen Einflüssen geprägten Klima besonders gut. Viele der Stainzer Winzer haben sich auch international einen hervorragenden Ruf erarbeitet und sind regelmäßig bei nationalen und internationalen Weinprämierungen erfolgreich. Weinverkostungen und Kellerführungen werden von zahlreichen Betrieben angeboten und ermöglichen einen Einblick in die Kunst der Weinbereitung.

Die kulinarische Landschaft von Stainz geht weit über den Wein hinaus. Die Gasthäuser und Restaurants des Ortes servieren steirische Traditionsküche auf hohem Niveau, wobei die Verwendung regionaler und saisonaler Zutaten im Vordergrund steht. Steirisches Kürbiskernöl, das grüne Gold der Steiermark, ist aus keiner Küche der Region wegzudenken. Backhendl, Steirisches Wurzelfleisch, Schwammerlgerichte aus den umliegenden Wäldern und die süßen Nachspeisen wie Topfenstrudel oder Powidltascherl runden das kulinarische Angebot ab und machen Stainz zu einem Ziel für Genießer.

Natur und Freizeit

Die Umgebung von Stainz bietet Naturliebhabern und Erholungssuchenden ein vielfältiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Das Stainztal, das sich vom Marktplatz nach Westen erstreckt, ist ein landschaftlich reizvolles Tal, das von sanften Hügeln, Mischwäldern und Weingärten eingerahmt wird. Markierte Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade führen durch diese abwechslungsreiche Landschaft und bieten immer wieder überraschende Ausblicke auf die weststeirischen Weinberge und die fernen Gipfel der Koralpe.

Besonders empfehlenswert sind die Rundwanderwege, die den Stainzer Schlosspark als Ausgangspunkt haben und durch die umliegenden Weingärten führen. Diese Touren sind auch für Familien mit Kindern und weniger geübte Wanderer bestens geeignet und verbinden die Freude an der Bewegung mit dem Genuss der Landschaft. Unterwegs laden Rastplätze und Aussichtspunkte zum Verweilen ein, und an vielen Stellen bietet sich die Möglichkeit, bei einem Buschenschank einzukehren und die Wanderung mit einer Stärkung zu unterbrechen.

Für Radfahrer ist die Region um Stainz ein wahres Paradies. Der gut ausgebaute Laßnitztal-Radweg verbindet Stainz mit den umliegenden Gemeinden und führt überwiegend flach entlang des Flusses durch eine grüne Aulandschaft. Sportlich ambitionierte Radfahrer können auf den zahlreichen Hügelstrecken durch die Weinberge ihre Ausdauer testen, wobei die Steigungen mit atemberaubenden Panoramablicken belohnt werden. Mountainbike-Strecken in den bewaldeten Höhenlagen runden das Angebot ab. E-Bikes stehen bei mehreren Verleihstationen im Gemeindegebiet zur Verfügung.

Familien mit Kindern finden in Stainz zahlreiche Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten. Spielplätze in den verschiedenen Ortsteilen, der weitläufige Schlosspark mit seinen schattigen Wiesen und ein abwechslungsreiches Ferienprogramm der Gemeinde sorgen dafür, dass auch die jüngsten Besucher auf ihre Kosten kommen. In den Sommermonaten bieten die Naturbadeplätze in der Umgebung erfrischende Abkühlung an heißen Tagen, und geführte Naturwanderungen für Kinder vermitteln spielerisch Wissen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Im Winter bieten die Höhenlagen der Gemeinde Möglichkeiten für Winterwanderungen und Schneeschuhtouren. Die verschneite Landschaft der Weinberge und Wälder hat einen ganz eigenen Reiz, und die Ruhe der winterlichen Natur bietet einen wohltuenden Kontrast zum hektischen Alltag. Langlaufloipen in der Umgebung und das nahe gelegene Skigebiet auf der Koralpe ergänzen das winterliche Freizeitangebot.

Kultur und Veranstaltungen

Das kulturelle Leben in Stainz ist vielfältig und reicht von traditionellen Brauchtumsveranstaltungen bis hin zu zeitgenössischen Kulturformaten. Im Zentrum des Veranstaltungsgeschehens steht das Schloss Stainz, das mit seinen repräsentativen Räumlichkeiten und dem atmosphärischen Schlosshof eine einzigartige Kulisse für Konzerte, Ausstellungen und festliche Anlässe bietet. Die beiden Joanneum-Museen im Schloss veranstalten das ganze Jahr über Sonderausstellungen, Vorträge und Workshops, die ein breites Publikum ansprechen.

Ein besonderer Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist der Aufsteirern-Herbst, bei dem steirisches Brauchtum und Volkskultur im Mittelpunkt stehen. Trachtenträger, Musikkapellen und Volkskulturgruppen aus der gesamten Region kommen zusammen, um die lebendige Tradition der Steiermark zu feiern. Volkstänze, Schuhplattler, steirische Volksmusik und traditionelles Handwerk werden in authentischer Form präsentiert und begeistern Einheimische und Gäste gleichermaßen. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre zu einem der wichtigsten Volkskultur-Events der Weststeiermark entwickelt.

In den Sommermonaten finden im Schlosshof und im Schlosspark regelmäßig Open-Air-Konzerte statt, die ein breites musikalisches Spektrum abdecken. Von Klassik über Jazz bis hin zu volkstümlicher Musik und modernen Klängen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die einzigartige Atmosphäre der Schlossanlage mit ihrer historischen Architektur und dem Blick über das Stainztal macht diese Konzerte zu einem unvergesslichen Erlebnis, das man so an keinem anderen Ort in der Weststeiermark finden kann.

Das Vereinsleben in Stainz ist außerordentlich aktiv und vielfältig. Zahlreiche Vereine – von der Musikkapelle über den Theaterverein bis zum Sportverein – tragen das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Gemeinde. Regelmäßige Vereinsveranstaltungen, Dorffeste in den einzelnen Ortsteilen und die traditionellen Kirchtagsfeiern schaffen ein dichtes Netz an sozialen Begegnungsmöglichkeiten und stärken den Zusammenhalt in der Gemeinde. Die Stainzer Blasmusik genießt einen ausgezeichneten Ruf und ist bei zahlreichen Anlässen im ganzen Land zu hören.

Die Stiftskirche, die als Pfarrkirche der Gemeinde dient, ist nicht nur ein Ort des Gottesdienstes, sondern auch ein bedeutender Veranstaltungsort für Kirchenmusik. Orgelkonzerte, Choraufführungen und geistliche Konzerte finden in regelmäßigen Abständen statt und nutzen die hervorragende Akustik des barocken Kirchenraums. Der historische Kirchenchor pflegt die Tradition der Kirchenmusik und bringt klassische Werke ebenso zur Aufführung wie zeitgenössische Kompositionen.

Praktische Informationen

Stainz ist von der Landeshauptstadt Graz aus bequem und schnell erreichbar. Mit dem Auto führt die kürzeste Route über die A2 Südautobahn bis zur Abfahrt Lieboch und von dort über die Landesstraße B76 nach Stainz. Die Fahrzeit beträgt bei normaler Verkehrslage rund 30 Minuten. Aus Richtung Deutschlandsberg kommend erreicht man Stainz über die B76 in etwa 15 Minuten. Die gut ausgebaute Straßenverbindung macht Stainz auch für Tagesausflüge von Graz aus zu einem idealen Ziel.

Eine besondere Art der Anreise bietet der Stainzer Flascherlzug, die historische Schmalspurbahn, die zwischen Stainz und Preding an der Hauptstrecke Graz–Spielfeld verkehrt. Diese nostalgische Bahnverbindung ist nicht nur ein Transportmittel, sondern ein Erlebnis für sich und ermöglicht eine entspannte Anreise durch die malerische Landschaft des Stainztals. Der Fahrplan variiert saisonal, wobei in den Sommermonaten und an Wochenenden zusätzliche Fahrten angeboten werden.

Im Ortszentrum stehen mehrere kostenfreie Parkplätze zur Verfügung, die in unmittelbarer Nähe des Hauptplatzes und des Schlosses gelegen sind. An Markttagen und bei größeren Veranstaltungen empfiehlt es sich, frühzeitig anzureisen, da die Parkplätze dann schnell belegt sein können. Zusätzliche Parkmöglichkeiten befinden sich am Rande des Ortszentrums, von wo aus der Hauptplatz in wenigen Gehminuten erreichbar ist.

Das Tourismusbüro der Marktgemeinde Stainz befindet sich am Hauptplatz und ist während der Geschäftszeiten geöffnet. Die Mitarbeiter informieren kompetent über Sehenswürdigkeiten, Wanderwege, Buschenschänke, Veranstaltungen und Unterkünfte in der gesamten Region. Kostenlose Prospekte, Wanderkarten und Veranstaltungskalender liegen zur Mitnahme auf. Geführte Rundgänge durch die Altstadt und Besichtigungen des Schlosses können über das Büro gebucht werden und bieten einen vertiefenden Einblick in die Geschichte und Kultur der Marktgemeinde.

Für einen umfassenden Besuch empfiehlt es sich, mindestens einen ganzen Tag einzuplanen. Am Vormittag bietet sich die Besichtigung von Schloss Stainz mit seinen Museen und der Stiftskirche an, gefolgt von einem Mittagessen in einem der Gasthäuser am Hauptplatz. Der Nachmittag kann für einen Spaziergang durch die Altstadt, eine Wanderung in die Weinberge oder eine Fahrt mit dem Flascherlzug genutzt werden. Wer die Region intensiver erkunden möchte, sollte mehrere Tage einplanen und die Gelegenheit nutzen, die umliegenden Buschenschänke, Wanderwege und Nachbargemeinden zu besuchen.

Nachbargemeinden

Stainz grenzt an mehrere sehenswerte Gemeinden der Weststeiermark. Jede hat ihren eigenen Charakter und ist einen Besuch wert.

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