Naturparadies

Natur & Wandern – Zwischen Koralpe und Weinbergen

Von alpinen Gipfeln über 2.000 Metern bis zu sanften Weinberghügeln im Sulmtal: Die Weststeiermark vereint auf kleinem Raum eine Landschaftsvielfalt, die in Europa ihresgleichen sucht.

Zuletzt aktualisiert: Februar 2026
Redaktion: Redaktion Weststeiermark

Die Landschaft der Weststeiermark

Die Weststeiermark erstreckt sich vom Kamm der Koralpe auf über 2.100 Metern Seehöhe bis hinab in die sanften Hügellandschaften des Sulmtals auf rund 300 Metern. Dieser enorme Höhenunterschied auf einer Strecke von nur 30 Kilometern erzeugt eine Landschaftsvielfalt, die Wanderer und Naturliebhaber aus ganz Europa anzieht.

Im Westen bildet die Koralpe eine natürliche Grenze zu Kärnten. Ihre Hänge sind dicht bewaldet mit Fichten, Tannen und Buchen, durchzogen von Bergbächen und durchsetzt mit Almwiesen. Je weiter man nach Osten kommt, desto sanfter wird das Relief. Die bewaldeten Mittelgebirgsrücken weichen den offenen Weinberghügeln, die sich wie grüne Wellen durch die Landschaft ziehen.

Diese Übergangslage zwischen den Alpen und dem Vorland prägt auch das Klima. Warme, sonnenreiche Sommer wechseln sich mit schneesicheren Wintern in den Höhenlagen ab. Im Sulmtal herrschen fast mediterrane Verhältnisse, während auf der Koralpe alpines Klima dominiert. Für Wanderer bedeutet das: An einem einzigen Tag lassen sich völlig unterschiedliche Landschafts- und Klimazonen erleben.

Geologisch ist die Region ein Mosaik aus Gneisen und Glimmerschiefern der Koralpe, Kalkablagerungen des tertiären Meeres und fruchtbaren Sedimentböden in den Tallagen. Die Vielfalt der Gesteine spiegelt sich in der Vegetation wider. Auf den sauren Gneisböden der Höhenlagen wachsen Heidelbeersträucher und Lärchen, während auf den kalkhaltigen Böden der Weinberge wärmeliebende Orchideen gedeihen.

Zahlen und Fakten

Die Weststeiermark (Bezirk Deutschlandsberg) umfasst rund 1.300 Quadratkilometer. Etwa 55 Prozent der Fläche sind bewaldet. Das markierte Wegenetz erstreckt sich über mehr als 1.000 Kilometer. Der höchste Punkt ist der Gipfel der Koralpe (Großer Speikkogel) mit 2.140 Metern, der tiefste liegt im Sulmtal bei rund 280 Metern.

Schilcherweinwanderweg – 65 km durch das Schilcherland

Der Schilcherweinwanderweg ist der bekannteste Weitwanderweg der Region. Auf 65 Kilometern verbindet er Ligist im Norden mit Eibiswald im Süden und führt dabei durch das Herz der weststeirischen Weinlandschaft. Die Route lässt sich in vier bis fünf Tagesetappen erwandern.

Die erste Etappe von Ligist nach Stainz verläuft über die Höhenrücken zwischen Kainach- und Laßnitztal. Die Wege führen durch lichte Mischwälder und über freie Kuppen, von denen sich weite Blicke über das Grazer Becken bis zum Schöckl eröffnen. Die Buschenschänken entlang der Route laden zur Stärkung ein.

Zwischen Stainz und Deutschlandsberg wechseln sich Waldpassagen mit offenen Weinbergen ab. Hier beginnt das Kerngebiet des Schilcher-Anbaus. Die Wege führen zwischen den Rebzeilen hindurch, vorbei an historischen Kellerstöckln und durch verschlafene Weindörfer. Im Herbst, wenn die Rebblätter golden und rot leuchten, ist diese Etappe besonders eindrucksvoll.

Der Abschnitt von Deutschlandsberg über Schwanberg nach Wies führt tiefer ins Sulmtal. Die Landschaft wird weicher, die Weinberge sanfter. Am Weg liegen einige der besten Aussichtspunkte der Region, von denen man bei klarer Sicht bis zur slowenischen Grenze blicken kann.

Die letzte Etappe von Wies nach Eibiswald verläuft durch das untere Sulmtal. Die Route führt durch Misch- und Auenwälder entlang der Sulm und endet im Grenzort Eibiswald. Wer hier nicht den Bus zurück nehmen möchte, kann den Weg mit einer Runde über die Sobother Höhen verlängern.

Praktischer Hinweis

Der Schilcherweinwanderweg ist durchgehend mit dem Zeichen „SWW“ markiert. Detaillierte Wegbeschreibungen und GPS-Tracks sind beim Tourismusverband Schilcherland erhältlich. Die Etappen lassen sich flexibel gestalten – entlang der Route gibt es zahlreiche Unterkünfte und Gasthöfe.

Wandern in den Weinbergen

Die Weinberge der Weststeiermark gehören zu den steilsten Europas. Für Wanderer bedeutet das: kurze, aber intensive Anstiege, belohnt mit Panoramen, die an die Toskana erinnern. Anders als in den Alpen braucht man hier keine schwere Ausrüstung – gutes Schuhwerk und eine Trinkflasche genügen.

Besonders empfehlenswert sind die Rundwanderwege um Stainz und St. Stefan ob Stainz. Diese Routen führen über die Weinberge der sogenannten Schilcherheimat und bieten auf relativ kurzen Distanzen von fünf bis zwölf Kilometern maximale Landschaftserlebnisse. Die Höhenunterschiede bleiben moderat, zwischen 200 und 400 Metern.

Im Bereich Deutschlandsberg lassen sich Weinbergwanderungen mit einem Besuch der mittelalterlichen Burg kombinieren. Der Burgpanoramaweg führt auf rund acht Kilometern rund um die Burg und bietet dabei ständig wechselnde Perspektiven auf die Stadt, die Weinberge und die Koralpe im Hintergrund.

Die Weinberge sind ganzjährig begehbar, aber jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Im Frühling blühen Obstbäume zwischen den noch kahlen Rebstöcken. Der Sommer lockt mit üppigem Grün und langen Abenden. Im Herbst verwandeln sich die Rebhänge in ein Farbenmeer aus Gold, Rot und Orange. Selbst der Winter hat seinen Charme, wenn Raureif die Rebstöcke überzieht und die klare Luft weite Fernsichten ermöglicht.

Koralpe – Die alpine Seite der Weststeiermark

Mit 2.140 Metern ist die Koralpe der höchste Berg der Region und bietet alpine Wandererlebnisse nur eine kurze Anfahrt von den Weinbergen entfernt.

Die Koralpe bildet den westlichen Abschluss der Weststeiermark und markiert die Landesgrenze zu Kärnten. Ihr Gipfel, der Große Speikkogel, erreicht 2.140 Meter Seehöhe. Von dort oben reicht der Blick an klaren Tagen von den Julischen Alpen über die Karawanken bis zur Rax und zum Schneeberg. Im Süden schimmern die Gipfel Sloweniens.

Der Aufstieg zum Gipfel ist über mehrere Routen möglich. Die beliebteste startet am Hebalmsattel auf rund 1.340 Metern und führt über die Weinebene zum Speikkogel. Diese Route ist technisch einfach und in etwa drei Stunden zu bewältigen. Anspruchsvollere Varianten starten aus dem Tal, etwa von Deutschlandsberg über die Glashütten, und erfordern einen vollen Wandertag.

Die Koralpe ist keine gewöhnliche Alpe. Ihre Hochflächen sind bedeckt mit weitläufigen Almwiesen, auf denen im Sommer Speiklavendel blüht – jene aromatische Pflanze, die dem Speikkogel seinen Namen gab. Dazwischen liegen Moorflächen und Quellhorizonte, die den zahlreichen Bächen der Region ihr klares Wasser schenken.

Im Winter verwandelt sich die Koralpe in ein Skigebiet mit modernem Sessellift. Von Dezember bis März ist die Weinebene ein zuverlässiges Ziel für Skifahrer und Langläufer. Das Loipennetz auf der Koralpe umfasst rund 30 Kilometer bestens präparierter Strecken.

Speik – Das alpine Wahrzeichen

Der Echte Speik (Valeriana celtica) ist eine unscheinbare, aber kostbare Alpenpflanze, die fast ausschließlich auf der Koralpe vorkommt. Bereits die Römer schätzten ihn als Duftstoff und Heilpflanze. Heute steht der Speik unter Naturschutz. Sein herb-würziger Duft wird in der Kosmetikproduktion der Firma Speick in Stuttgart verwendet – die Koralpe ist eine der letzten Bezugsquellen weltweit.

Neben dem Gipfelanstieg bietet die Koralpe zahlreiche weitere Wandermöglichkeiten. Der Koralpenhöhenweg führt über mehrere Tage entlang des Gebirgskamms und verbindet verschiedene Schutzhütten. Kürzere Rundwege erschließen die Almwiesen der Weinebene, die Moore am Grünen See und die Aussichtspunkte entlang des Kamms.

Die Koralpe ist auch ein Hotspot für Skitourengeher. Die weiten Hänge über der Waldgrenze bieten sichere, lawinenarme Aufstiege mit langen Abfahrten. Die Saison reicht von Dezember bis April, wobei die besten Bedingungen typischerweise im Februar und März herrschen.

Wanderwege und Naturerlebnisse

Entdecken Sie Wanderrouten, Ausgangspunkte und Aussichtspunkte in der Weststeiermark.

Radwege und Mountainbike

Ob gemütliche Talradwege oder anspruchsvolle Mountainbike-Strecken – die Weststeiermark bietet für jeden Radfahrer die passende Route.

Laßnitztal-Radweg

Der Laßnitztal-Radweg führt von Deutschlandsberg nach Leibnitz und verbindet die West- mit der Südsteiermark. Die Route verläuft überwiegend flach entlang der Laßnitz und ist ideal für Familien und Genussradler. Auf rund 40 Kilometern passiert man Mühlen, historische Brücken und schattige Auwälder.

Sulmtal-Radweg

Der Sulmtal-Radweg erschließt das landschaftlich reizvolle Sulmtal von Schwanberg über Wies bis Eibiswald. Die Strecke führt durch Obstgärten und Wiesen, vorbei an Buschenschänken und kleinen Dörfern. Die moderate Steigung macht ihn auch für weniger trainierte Radfahrer gut machbar.

Mountainbike-Strecken

Die bewaldeten Hänge der Weststeiermark bieten ein dichtes Netz an Mountainbike-Strecken. Besonders beliebt sind die Trails rund um den Wildoner Buchkogel, die Forststraßen auf die Hebalm und die technisch anspruchsvollen Abfahrten am Rosenkogel. Insgesamt stehen über 500 Kilometer markierte MTB-Strecken zur Verfügung.

Das E-Bike hat die Weststeiermark für Radfahrer noch attraktiver gemacht. Strecken, die früher nur trainierten Sportlern vorbehalten waren, sind nun für ein breites Publikum erreichbar. Mehrere Ladestationen entlang der Hauptrouten sorgen für Reichweitensicherheit. Einige Gasthöfe und Hotels bieten E-Bikes zum Verleih an.

Für ambitionierte Rennradfahrer bietet die Region hervorragende Bedingungen. Die Auffahrt zur Hebalm über Deutschlandsberg zählt mit ihren konstanten Steigungen und dem asphaltierten Belag zu den beliebtesten Bergwertungen der steirischen Hobbyradler. Die wenig befahrenen Nebenstraßen durch die Weinberge eignen sich perfekt für ausgedehnte Trainingsrunden.

Flora und Fauna

Die Weststeiermark ist ein Biodiversitäts-Hotspot im Herzen Europas. Die Kombination aus alpinen Höhenlagen, bewaldeten Mittelgebirgsrücken, extensiv bewirtschafteten Weinbergen und naturnahen Flusstälern schafft eine Vielfalt an Lebensräumen, die eine außergewöhnlich reiche Tier- und Pflanzenwelt beherbergt.

Pflanzenwelt

In den Weinbergen gedeihen neben den Reben zahlreiche wärmeliebende Pflanzen. Orchideen wie das Brand-Knabenkraut und die Pyramiden-Hundswurz besiedeln die Magerwiesen zwischen den Rebzeilen. In den Rainen und Böschungen wachsen Schlehen, Weißdorn und wilde Rosen, die im Frühling ein duftendes Blütenmeer bilden.

Die Wälder der Mittellagen bestehen aus Buchen, Eichen, Hainbuchen und Linden. Im Unterwuchs finden sich im Frühling ausgedehnte Bestände von Bärlauch, Leberblümchen und Frühlingsknotenblumen. Die höheren Lagen werden von Fichten-Tannen-Mischwäldern dominiert, die auf der Koralpe in subalpine Lärchen-Zirben-Bestände übergehen.

Auf den Almwiesen der Koralpe blühen im Sommer Arnika, Enziane, Trollblumen und der seltene Echte Speik. Die Moorlandschaften auf der Hochfläche beherbergen Torfmoose, Sonnentau und Wollgras – Relikte der Eiszeit, die hier in der Höhenlage überdauert haben.

Tierwelt

Die Wälder der Weststeiermark sind Lebensraum für Rothirsche, Rehe, Gämsen und Dachse. In den Flusstälern leben Fischotter und Bisamratten. Luchse wurden in den letzten Jahren vereinzelt auf der Koralpe nachgewiesen, ebenso Wildkatzen in den entlegenen Waldgebieten.

Für Vogelbeobachter ist die Region ein Paradies. Steinadler kreisen über den Höhenlagen der Koralpe, Wanderfalken brüten an den Felsen, und der Schwarzstorch hat in den abgelegenen Wäldern des Sulmtals seine Nistplätze. In den Weinbergen sind Wiedehopf, Wendehals und Neuntöter zu Hause – Arten, die in intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaften längst verschwunden sind.

Die klaren Gewässer der Region beherbergen Bachforellen, Äschen und seltene Flusskrebse. In den Feuchtwiesen entlang der Sulm lebt die vom Aussterben bedrohte Wanstschrecke. Die naturnahen Ufer der Schwarzen Sulm sind Heimat des Feuerelementers und zahlreicher Libellenarten.

Naturschutzgebiete

Mehrere Gebiete in der Weststeiermark stehen unter Naturschutz. Die Schwarze Sulm ist als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen und war als UNESCO-Weltnaturerbe-Kandidat im Gespräch. Die Koralpe ist Teil eines europäischen Vogelschutzgebiets. Bitte bleiben Sie auf den markierten Wegen und respektieren Sie die Schutzzonen.

Gewässer: Sulm, Laßnitz, Schwarze Sulm

Kristallklare Bäche und idyllische Flusstäler prägen die Landschaft der Weststeiermark und bieten einzigartige Naturerlebnisse.

Die Sulm

Die Sulm ist der wichtigste Fluss der Weststeiermark. Sie entsteht aus dem Zusammenfluss von Weißer und Schwarzer Sulm bei Schwanberg und fließt über Leibnitz zur Mur. Ihr Tal ist seit Jahrtausenden besiedelt und bildet die zentrale Verkehrs- und Siedlungsachse der Region. Entlang der Sulm verlaufen mehrere Wanderwege, die durch Auwälder und über Uferwiesen führen.

Die Schwarze Sulm

Die Schwarze Sulm gilt als einer der letzten unverbauten Wildbäche der Ostalpen. Auf rund 20 Kilometern fließt sie durch eine weitgehend unberührte Schluchtlandschaft. Das Wasser ist von außergewöhnlicher Reinheit und beherbergt Bachforellen, Koppen und Flusskrebse, die als Bioindikatoren für höchste Wasserqualität gelten.

Die Schwarze Sulm war als UNESCO-Weltnaturerbe im Gespräch und ist als Natura-2000-Gebiet geschützt. Wanderwege entlang des Baches erschließen die spektakuläre Schlucht, in der das Wasser über bemooste Felsblöcke rauscht und natürliche Pools bildet. Im Sommer laden einige dieser Gumpen zum Schwimmen ein.

Die Laßnitz

Die Laßnitz entspringt im Bereich der Hebalm und fließt durch Deutschlandsberg nach Osten zur Sulm. Ihr Tal ist breiter und offener als das der Schwarzen Sulm und wird landwirtschaftlich genutzt. Entlang der Laßnitz verläuft der gleichnamige Radweg. Die Ufer sind teilweise renaturiert und bieten Lebensraum für Eisvögel, Wasseramseln und Ringelnattern.

Weitere nennenswerte Gewässer sind die Weiße Sulm, der Pölfing-Bruner Bach und zahlreiche namenlose Quellbäche, die von den Hängen der Koralpe ins Tal fließen. Viele dieser Bäche führen Trinkwasserqualität und versorgen die Gemeinden der Region mit frischem Grundwasser.

Klettern und Outdoor-Sport

Neben Wandern und Radfahren bietet die Weststeiermark auch für Kletterer, Reiter und Wassersportler zahlreiche Möglichkeiten.

Klettern

Mehrere Klettergärten in der Region bieten Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Der Klettergarten Leutschach am Rande der Weststeiermark verfügt über gut abgesicherte Sportkletterrouten. Auf der Koralpe finden erfahrene Kletterer alpine Felspassagen. Indoor-Kletterhallen in Deutschlandsberg bieten wetterunabhängiges Training.

Hochseilgärten

Der Hochseilgarten auf der Hebalm ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Gruppen. Verschiedene Parcours in unterschiedlichen Höhen und Schwierigkeitsgraden fordern Gleichgewicht, Kraft und Mut. Professionelle Trainer sorgen für Sicherheit und Anleitung. Auch rund um Deutschlandsberg gibt es Angebote für Seilparcours.

Reiten und Schwimmen

Mehrere Reiterhöfe in der Region bieten Ausritte durch Wälder und Weinberge an, sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Reiter. Natürliche Badeplätze an der Schwarzen Sulm und am Packer Stausee laden im Sommer zum Schwimmen ein. Freibäder in Deutschlandsberg, Stainz und Wies ergänzen das Angebot.

Im Winter bietet die Weststeiermark neben dem Skigebiet auf der Koralpe auch Möglichkeiten für Schneeschuhwandern, Rodeln und Eislaufen. Die Rodelbahn auf der Hebalm ist eine der längsten der Steiermark. Langlaufloipen werden auf der Weinebene und im Raum Pack-Hebalm maschinell gespurt.

Für Geocacher und Orientierungsläufer gibt es in der Weststeiermark ein dichtes Netz an Caches und Kontrollpunkten. Auch Nordic Walking hat in der Region eine große Fangemeinde. Ausgeschilderte Strecken mit verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden sind rund um die meisten Gemeindezentren angelegt.

Wandern mit Kindern

Kurze Wege, spannende Entdeckungen und kindgerechte Erlebnisse machen die Weststeiermark zum idealen Wanderziel für Familien.

Themenwege

Mehrere Themenwanderwege in der Region sind speziell für Familien konzipiert. Der Waldlehrpfad bei Stainz erklärt an interaktiven Stationen die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Der Erlebnisweg Wasserwelt in Schwanberg macht das Element Wasser mit Hands-on-Stationen greifbar.

Kinderwagentaugliche Wege

Nicht alle Wanderungen erfordern festes Schuhwerk. Die Wege entlang der Sulm und der Laßnitz sind weitgehend flach und mit Kinderwagen befahrbar. Der Rundweg um den Stainzer Schlosspark kombiniert einen Spaziergang mit einem Spielplatzbesuch und dauert eine knappe Stunde.

Bauernhöfe und Tiere

Zahlreiche Bauernhöfe in der Region bieten Erlebnis-Programme für Kinder an. Tiere füttern, Brot backen, auf dem Traktor mitfahren – der direkte Kontakt mit der Landwirtschaft begeistert Kinder aller Altersgruppen. Einige Höfe bieten auch Urlaub am Bauernhof an.

Naturspielplätze

In den letzten Jahren sind in mehreren Gemeinden Naturspielplätze entstanden, die Spielen und Naturerlebnis verbinden. Kletterbäume, Barfußpfade, Wasserspielstationen und Baumhäuser laden zum Entdecken ein. Die Anlagen sind frei zugänglich und in die Wanderwegenetze integriert.

Burgen und Ruinen

Die Burg Deutschlandsberg, die Burgruine Schwanberg und das Schloss Stainz faszinieren Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Viele dieser historischen Bauten sind über kurze Wanderungen erreichbar und bieten neben Geschichte auch Abenteuer: verwinkelte Gänge, Türme zum Besteigen und Ausblicke über die gesamte Region.

Sommer-Ferienprogramme

In den Sommermonaten organisieren die Gemeinden und Tourismusverbände spezielle Ferienprogramme für Kinder und Familien. Geführte Wanderungen mit Waldpädagogen, Schatzsuchen, Bastelworkshops und Nachtwanderungen stehen auf dem Programm. Die genauen Termine werden jährlich auf den Webseiten der Tourismusverbände veröffentlicht.

Praktische Tipps für Wanderer

Damit Ihr Wandererlebnis in der Weststeiermark gelingt – die wichtigsten Hinweise zu Ausrüstung, Jahreszeiten und Orientierung.

Beste Wanderzeit

Die Hauptwanderzeit in den Tallagen und Weinbergen ist von April bis November. Auf der Koralpe sind alpine Touren von Juni bis Oktober möglich. Der Herbst (September bis November) ist die schönste Jahreszeit: milde Temperaturen, klare Sicht und die Farbenpracht der Weinberge.

Ausrüstung

Für Weinberg- und Talwanderungen genügen leichte Wanderschuhe, Sonnenschutz und eine Regenjacke. Für die Koralpe empfehlen sich feste Bergschuhe, wärmere Kleidung und ausreichend Proviant. Im Frühling und Herbst können auf der Hebalm bereits Schneefelder liegen. Ein Erste-Hilfe-Set gehört in jeden Rucksack.

Karten und Navigation

Die beste gedruckte Karte ist die Freytag-Berndt-Wanderkarte WK 411 (Weststeiermark, 1:50.000). Digitale Karten und GPS-Tracks sind über die Apps Komoot, Bergfex und Outdooractive verfügbar. Mobilfunkempfang ist in den Tälern durchgehend gegeben, in den Höhenlagen der Koralpe aber teilweise eingeschränkt.

Wasser und Verpflegung

In den Tallagen finden sich zahlreiche Buschenschänken und Gasthöfe, in denen man sich verpflegen kann. Auf der Koralpe gibt es bewirtschaftete Almhütten, allerdings nur von Juni bis September. Nehmen Sie auf längeren Touren ausreichend Wasser mit. Die Quellbäche der Koralpe führen Trinkwasser, aber filtern Sie zur Sicherheit.

Anreise und Parken

Die wichtigsten Wanderparkplätze befinden sich in Deutschlandsberg, Stainz, am Hebalmsattel und bei Schwanberg. Öffentliche Busse verbinden die Talorte, allerdings ist das Angebot am Wochenende eingeschränkt. Für Touren mit verschiedenen Start- und Endpunkten empfiehlt sich die Organisation eines Rücktransfers.

Verhaltensregeln

Bleiben Sie auf markierten Wegen. Nehmen Sie Ihren Müll mit. Hunde sind in Naturschutzgebieten an der Leine zu führen. Das Pflücken geschützter Pflanzen ist verboten. In den Weinbergen ist besondere Rücksicht geboten – die Rebstöcke sind das Kapital der Winzer. Das Betreten der Weingärten abseits der Wege ist nicht gestattet.

Wandergemeinden der Weststeiermark

Entdecken Sie die wichtigsten Ausgangspunkte für Wanderungen und Naturerlebnisse in der Region.

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