Veranstaltung
Open-Air-Theater im Stieglerhaus
Vier Tschechow-Dramen zu einem Stück verwoben, gespielt im Garten: „Tschechows Garten“ läuft an sieben Abenden zwischen 19. und 29. August 2026.
Es ist eine Uraufführung und eine Eigenproduktion des Hauses - kein Gastspiel, das durch die Sommerbühnen tourt. Regie führt Thomas Sobotka, der zugleich die künstlerische Leitung des Stieglerhauses innehat.
Gespielt wird im Garten, nicht im Saal. Die Produktion legt vier Dramen Anton Tschechows übereinander: „Die Möwe“, „Onkel Wanja“, „Drei Schwestern“ und „Der Kirschgarten“. Was sie verbindet, ist das Gut als Schauplatz - ein Ort zwischen Sehnsucht und Ernüchterung. Dazu kommt Live-Musik.
Alle Angaben stammen vom Veranstalter, nachzulesen auf stieglerhaus.at.
Die sieben Spieltermine
Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr.
| Datum | Wochentag | Beginn |
|---|---|---|
| 19. August | Mittwoch - Premiere | 19.30 Uhr |
| 21. August | Freitag | 19.30 Uhr |
| 22. August | Samstag | 19.30 Uhr |
| 23. August | Sonntag | 19.30 Uhr |
| 27. August | Donnerstag | 19.30 Uhr |
| 28. August | Freitag | 19.30 Uhr |
| 29. August | Samstag | 19.30 Uhr |
Eintritt 20 Euro, unter 18 Jahren 7 Euro
Abendkassa ab 18.30 Uhr, Zahlung nur in bar
Reservierung über tickets@stieglerhaus.at, erforderlich
Platzwahl frei
Absage spätestens zwei Tage vorher
Ein Hinweis zum Preis: Die Kategorieübersicht des Hauses führt bei den Theaterterminen „freie Platzwahl“ an, was sich leicht als freier Eintritt lesen lässt. Die Detailseite der Produktion nennt 20 beziehungsweise 7 Euro - das ist die maßgebliche Angabe.
Die Termine verteilen sich über zwei Wochen, mit einer Lücke zwischen 23. und 27. August. Das Wochenende vom 22. und 23. August ist damit doppelt belegt: Zur selben Zeit läuft in der Nachbargemeinde das Predinger Kürbisfest, eine Woche davor liegen die Stainzer Schilchertage. Der August ist in dieser Ecke der Region der dichteste Monat des Jahres.
Was gespielt wird
Nicht ein Tschechow-Stück, sondern vier - ineinandergeschoben zu einem Abend, der im Garten des Hauses spielt und dort auch seinen Titel her hat.
Der Veranstalter beschreibt das Ergebnis als atmosphärisches Setting zwischen traumhafter Poesie, Humor und Live-Musik. Inhaltlich geht es um den Gegensatz, der bei Tschechow immer mitläuft: das Land als Sehnsuchtsort und die Stadt als ferne Verheißung - und umgekehrt. Für ein Haus in einer Gemeinde mit 3.671 Einwohnern ist das eine naheliegende Wahl.
Regie führt Thomas Sobotka. Auf der Bühne stehen Tim Habe, Magdalena Hanetseder, Mona Kospach, Sissi Noé, Grilli Pollheimer, Christian Ruck und Vitus Wieser. Die Musik stammt von Grilli Pollheimer, die Bühne von Markus Boxler.
Open Air heißt Wetterrisiko
Zur Schlechtwetterregelung macht der Veranstalter keine veröffentlichte Angabe. Wer anreist, sollte deshalb vorher im Haus nachfragen - telefonisch unter +43 3463 81050 oder per E-Mail an office@stieglerhaus.at. Ende August kann es in den Hügellagen abends empfindlich abkühlen; eine Jacke gehört zur Grundausstattung, auch wenn der Tag heiß war.
Das Stieglerhaus
Kunst, Kultur und Bildung unter einem Dach - seit 2026 mit neuer Leitung.
Das Stieglerhaus in St. Stefan ob Stainz arbeitet seit 2025 mit einem weitgehend neuen Team: Thomas Sobotka als künstlerischer Leiter, Anna Julia Stolz für Verwaltung und Projekte, Elias Plösch für künstlerischen Betrieb und Kommunikation, Markus Hammer für das Haus und Barbara Schaffer für den Publikumsbereich.
Das Jahresprogramm 2026 steht unter dem Motto „ganz wie zuhaus“. Sobotka fasst die Frage dahinter so: Was heißt Zuhause - Schutzraum oder auch Abgrenzung? Neu ist die Gliederung in Stiegler-Filmhaus, Stiegler-Bildungshaus und Stiegler-Theaterhaus. Bestehende Formate wie der Kurrentkurs, das Repair Café und das Artist-in-Residence-Programm laufen weiter; aus dem Frauencafé ist die abendliche „Frauenzeit“ geworden, dazu kam ein Tanzcafé.
Nach dem Theater geht es im Haus dicht weiter: am 30. August um 11 Uhr eine Matinee mit dem Kammerchor CHIAROSCURO, am 18. September Air Rapide mit Christian Bakanic, am 9. Oktober das Kabarett „Salon Klaus“ von Dan Knopper, am 23. Oktober das Trio Hupsala im Rahmen des folk.art-Festivals, am 6. November Kafkas „Die Verwandlung“ und am 27. November eine Lesung von Birgit Birnbacher.
Dazwischen laufen die wiederkehrenden Formate, die im Veranstaltungskalender des Hauses stehen und meist weniger beworben werden:
| Datum | Reihe |
|---|---|
| 13. September, 11 Uhr | Gesprächsreihe „Eine(r) von uns“ mit Josef Schmölzer |
| 19. September, 9 Uhr | RepairCafé |
| 22. September, 18 Uhr | „Frauen|Zeit“ zum Thema Frauengesundheit |
| 26. September und 10. Oktober | Kurrentkurs für Fortgeschrittene, Teil 1 und 2 |
| 27. September, 15 Uhr | Filmreihe „Wege in die Zukunft“: „Eine neue Welt“ von Cyril Dion |
| 7. November, 9 Uhr | RepairCafé |
| 13. November, 19.30 Uhr | Sandra Pioro und Ulf Bästlein, musikalisch-literarischer Abend |
Das Büro ist montags, mittwochs und freitags von 8 bis 14 Uhr besetzt, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr - und jeweils eine Stunde vor einer Veranstaltung. Kontakt: +43 3463 81050, office@stieglerhaus.at.
Das Haus gehört außerdem zu den 16 Kulturhäusern, die im Mai die Kunst-Kultur-Tage „schillern“ tragen.
Anreise und Übernachten
Adresse ist St. Stefan ob Stainz 14, 8511 St. Stefan ob Stainz. Eine Bahnstation gibt es im Ort nicht.
Ohne Auto: St. Stefan ob Stainz liegt auf einem Höhenrücken abseits der S-Bahn-Strecken. Der Weg führt über Preding-Wieselsdorf an der S61 oder über Lieboch und weiter mit dem Regionalbus; für eine Vorstellung um 19.30 Uhr ist die Rückfahrt am Abend der kritische Punkt, der vorab zu prüfen ist. Verbindungen stehen unter Anreise.
Mit dem Auto: Über die A2 bis Lieboch, dann auf der B76 Richtung Deutschlandsberg und über Stainz hinauf.
Übernachten und einkehren: Rund um den Ort liegen die Buschenschänken in den Weingärten der Höhenrücken - für einen frühen Abend vor der Vorstellung die naheliegende Verbindung, sofern der Betrieb geöffnet hat. Quartiere in der Gemeinde und den Nachbarorten führt die Übersicht unter Unterkünfte.
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Was rund um das Open-Air-Theater sonst noch stattfindet.