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Bezirk Voitsberg

Mooskirchen

Ein Ortskern, in dem sich acht Jahrhunderte auf wenigen hundert Metern ablesen lassen: von einer Kirche mit Ersterwähnung 1136 über einen Pranger-Mühlstein bis zu einem Storchennest, das seit 1953 jeden Sommer besetzt ist.

Zuletzt aktualisiert: August 2026
Redaktion: Redaktion Weststeiermark
Großes Storchennest aus Ästen auf einem gemauerten Schornstein, ein Weißstorch steht darin
Seit 1953 ist das Storchennest im Ort jeden Sommer besetzt. Symbolbild.

2.226 Einwohner auf 18 Quadratkilometern ergeben 124 Menschen je Quadratkilometer. Das Gemeindeamt liegt auf 341 Metern und damit tiefer als jedes andere Gemeindeamt im Bezirk.

Der Ort liegt im flachen Osten des Bezirks, dort wo das Kainachtal ins Grazer Becken übergeht. Entsprechend geht es hier weniger um Berge als um einen dichten, gewachsenen Markt.

Die Kirche St. Veit

Die Geschichte der Pfarrkirche reicht in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts zurück. Schriftlich erwähnt wird sie 1136, ein weiteres Mal 1154. Im 15. Jahrhundert und noch einmal 1701/02 wurde sie umgebaut und erweitert; heute hat sie einen kreuzförmigen Grundriss.

Der Turm steht an der Westseite. Joachim Carlone erhöhte ihn 1713 auf drei Geschoße und setzte ihm eine Zwiebelhaube mit Laterne auf - die Form, die den Ortskern bis heute prägt.

Was im Ortskern steht

Die Gemeinde hat einen Rundgang durch den Markt beschildert, der beim Gasthof Hochstrasser am Marktplatz beginnt. Er sammelt vor allem Kleindenkmäler, die man sonst übersehen würde.

Bei der Pfarrkirche steht der Säulenstumpf einer Totenleuchte - bis 1834 lag rund um die Kirche der Friedhof. Im Gras daneben liegt ein Mühlstein, das Unterteil eines Prangers. Die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk hatte bis 1930 eine Brücke in ihrer Obhut, und an der Fassade des Hauses Marktplatz 1 steht in einer Nische der Heiland an der Geißelsäule.

Zwei Adressen erzählen von Handwerk: das Haus vulgo Steghafner mit dem Hauszeichen einer Hafnerwerkstätte und das restaurierte Handwerkerhaus vulgo Riemerweber am Oberen Markt. Beim Geschäftshaus Gschier zeigt ein Bild einen Traubentreter; ein Gasthaus lässt sich dort ab 1840 nachweisen.

Am Amtsgebäude am Marktplatz 4 erinnert ein Relief an die Mooskirchner Altsteirer, eine 1880 gegründete Musikgruppe. Und seit 1953 ist das Storchennest im Ort jeden Sommer besetzt. Alle Stationen führt die Gemeinde Mooskirchen auf.

Gemeindeamt

Marktgemeinde Mooskirchen

Adresse: Marktplatz 4, 8562 Mooskirchen

Telefon: 0676 846212100

E-Mail: gde@mooskirchen.gv.at

Amtsstunden: Mo bis Fr 8 bis 12 und 14 bis 16 Uhr

Hinweis: Parteienverkehr nur nach telefonischer Terminvereinbarung oder auf elektronischem Weg

Die Einwohner- und Flächenangaben stammen aus dem Gemeindedatenblatt der Landesstatistik Steiermark, Stand 1. Jänner 2025. Kontakt und Amtsstunden nach Angabe des Marktgemeindeamts Mooskirchen.