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Veranstaltung

Junkerfest und Junkerwanderung

Der neue Jahrgang wird in Stainz und St. Stefan zweimal gefeiert: am 31. Oktober 2026 bei der Junkerwanderung von Weingut zu Weingut, am 7. November beim Junkerfest im Schloss Stainz. Beide Termine kosten 45 Euro, beide brauchen eine Anmeldung im Voraus.

Zuletzt aktualisiert: August 2026
Redaktion: Redaktion Weststeiermark

Eine Woche liegt zwischen den beiden Terminen, und sie sind so unterschiedlich, wie zwei Weinveranstaltungen es sein können: draußen mit 40 Personen zu Fuß durch die Weingärten, drinnen mit rund zwanzig Winzern in einem Schloss.

Veranstalterin beider Termine ist CDM Incoming Schilcherland Event aus Stainz, erreichbar unter +43 664 4202270. Alle Preise, Zeiten und Leistungen auf dieser Seite stammen von deren Seiten zur Junkerwanderung und zum Junkerfest. Was der Junker als Weinkategorie ist, erklärt Wein Steiermark.

Was der Junker ist

Keine Rebsorte, sondern eine geschützte Marke für den Jungwein des laufenden Jahrgangs.

Der Steirische Junker ist eine geschützte Weinmarke und eine Vermarktungsform trockener Jungweine aus den steirischen Anbaugebieten. Das Wort Junker bezeichnete früher die Söhne des Adels und steht hier für die Jugendlichkeit des Produkts. Er kommt als trockener Weißwein, als Schilcher-Junker und als Rotwein in die Gläser - entscheidend ist nicht die Sorte, sondern dass es der erste Wein des neuen Jahrgangs ist.

Der Verkauf startet 2026 am 23. Oktober, die zentrale Junkerpräsentation der Wein Steiermark folgt am 4. November in der Grazer Stadthalle. Dazwischen und danach liegen die beiden Termine im Schilcherland.

Eine Faustregel, die 2026 nicht passt

Die Veranstalterin schreibt, die Markenweine würden traditionell am Samstag nach Martini im Schloss Stainz präsentiert. Martini fällt 2026 auf Mittwoch, den 11. November - der Samstag danach wäre der 14. November. Das Junkerfest findet aber am 7. November statt, also am Samstag davor. Für die Planung zählt das Datum, nicht die Regel.

Die Junkerwanderung am 31. Oktober

Fünf Kilometer, drei Weingüter, 40 Plätze.

Termin Samstag, 31. Oktober 2026
Ort St. Stefan ob Stainz, zwischen Lestein und Langegg
Strecke Rund 5 Kilometer, Start gegen 13 Uhr, Ende gegen 17 Uhr
Preis 45 Euro pro Person
Enthalten Wanderbegleitung, sechs Junkerweine, zwei kulinarische Schmankerl
Teilnehmerzahl Höchstens 40 Personen, nur mit Voranmeldung
Nicht enthalten Shuttleservice. Hunde sind nicht erlaubt

Die Route führt über drei Betriebe, die sich alle in St. Stefan ob Stainz befinden. Das Weingut Langmann vlg. Lex ist seit 1746 in Familienbesitz, drei Generationen arbeiten heute am Hof, und es ist nach Angabe der Veranstalterin das erste weststeirische Weingut mit dem Gütesiegel „Nachhaltig Austria“. Das Schilcherweingut Friedrich hat sich zu hundert Prozent der Blauen Wildbacherrebe verschrieben und keltert daraus knapp zwanzig Weinsorten; dort ist die Weinkönigin Sophie I. der Jahre 2023 und 2024 zuhause. Beim Weingut Trapl sind die Trapls seit 400 Jahren ansässig; geführt wird der Betrieb heute von Fabian Bayr mit Andrea und mit Unterstützung von Edi Trapl, samt Buschenschank.

Zur Richtung und zur Startzeit widerspricht sich die Ausschreibung. Einleitung und Buchungsfeld sagen für 2026: Start beim Weingut Trapl gegen 13 Uhr, dann bergauf über das Schilcherweingut Friedrich zum Weingut Langmann. Die ausführlichen Betriebsbeschreibungen auf derselben Seite laufen dagegen in der Gegenrichtung - Begrüßung im Weingut Langmann um 12.30 Uhr, um 13.30 Uhr weiter zu Friedrich, dann über Lestein zum Trapl, wo der Abend ausklingt. Auch die Zahl der Weine geht auseinander: Das Buchungsfeld nennt sechs Junkerweine, die Beschreibungen zählen fünf zusammen. Wer bucht, sollte den Startpunkt bestätigen lassen.

Für die Heimfahrt empfiehlt die Veranstalterin ausdrücklich ein Taxi und nennt Mandi Taxi unter 0677 618 09 001. Ein Shuttle ist nicht Teil des Preises. Wer übernachten will, kann die Wanderung als Paket buchen: mit dem Hotel Stainzerhof ab 144 Euro pro Person im Doppelzimmer für eine Nacht, mit dem Hotel Schilcherlandhof ab 109 Euro, jeweils inklusive Frühstück und Teilnahme.

Das Junkerfest am 7. November

Vier Stunden, zwanzig Winzer, zwei Ebenen im Schloss.

Termin Samstag, 7. November 2026, 18 bis 22 Uhr
Ort Schloss Stainz, Refektorium und alter Schlosskeller
Karte 45 Euro, im Vorverkauf bis 31. August 2026 42 Euro
Enthalten Alle Weinproben, Musik auf zwei Ebenen, Käsebuffet, Mineralwasser, vier Kulinarikbons
Winzer Rund 20 Junkerwinzer aus der Süd- und Weststeiermark
Karten Nur im Vorverkauf, online oder bei der Trafik Schauer in Stainz

Die Kulinarik kommt von Stainzer Gastronomiebetrieben an sogenannten Genussstationen. Jede Eintrittskarte enthält vier Bons dafür, einlösbar bis 21 Uhr - also eine Stunde vor Schluss. Wer erst um halb neun kommt, sollte das einplanen. Restkarten gibt es unter Umständen an der Abendkassa, verlassen sollte man sich darauf nicht.

Die Veranstaltung verteilt sich auf zwei Räume des Schlosses, das Refektorium und den alten Schlosskeller, mit eigener Musik auf beiden Ebenen. Die Veranstalterin arbeitet dabei nach eigener Angabe mit der steirischen Initiative „Gscheit feiern“ zusammen, die Veranstaltungen auf Regionalität und Ressourcenschonung ausrichtet.

Der Bus hält vor dem Schloss

Für die Anreise verweist die Veranstalterin ausdrücklich auf die GKB-Buslinien 760 und 761 aus Graz und Deutschlandsberg: Die Haltestelle liegt wenige Meter vom Schloss entfernt, die Rückfahrt startet gegenüber vom Spar-Markt Reiss. Als Alternativen nennt sie Mandi Taxi unter 0677 618 09 001 und das Schilchertaxi von Stefan Reinisch unter 0664 923 60 22, jeweils mit dem Hinweis, rechtzeitig zu reservieren.

Welcher Termin für wen

Gleicher Preis, gleicher Wein, sehr unterschiedlicher Nachmittag beziehungsweise Abend.

Für die Wanderung spricht

Man sieht die Betriebe, in denen der Wein entsteht, und redet mit den Familien, die ihn machen. 40 Plätze bedeuten kleine Runde. Nachteil: Der Termin ist schnell ausgebucht, es geht bergauf, und ohne Taxi wird die Heimfahrt zum Thema.

Für das Fest spricht

Rund zwanzig Winzer an einem Abend, also der breite Überblick über den Jahrgang aus Süd- und Weststeiermark. Dazu das Schloss als Kulisse, Essen an den Genussstationen und eine Busanbindung bis vor die Tür. Nachteil: mehr Betrieb, weniger Gespräch.

Beides zusammen

Die Termine liegen genau eine Woche auseinander und schließen sich nicht aus - die Veranstalterin bietet sie ausdrücklich als Paar an. Wer nur einmal anreisen kann und den Jahrgang breit verkosten will, nimmt das Fest; wer die Weststeiermark kennenlernen will, die Wanderung.

Anreise und Übernachten

Beide Orte liegen abseits der Bahn - für Veranstaltungen mit Weinverkostung ist der Bus oder das Taxi die realistische Variante.

Ohne Auto: Weder Stainz noch St. Stefan ob Stainz haben einen Bahnhalt. Nach Stainz führen die GKB-Regionalbusse 760 und 761 aus Graz und Deutschlandsberg, mit Haltestelle unmittelbar beim Schloss. Mit der Bahn kommt man bis Preding-Wieselsdorf an der S61 oder bis Lieboch und steigt dort um. Für die Junkerwanderung nach St. Stefan gibt es keinen vergleichbar bequemen Anschluss; hier ist das Taxi der Weg. Linien und Fahrzeiten unter Anreise.

Mit dem Auto: Über die A2 bis Lieboch, dann auf der B76 Richtung Deutschlandsberg und weiter nach Stainz beziehungsweise St. Stefan.

Übernachten: Für beide Termine gibt es Pauschalen mit den Hotels Stainzerhof und Schilcherlandhof in Stainz - beim Junkerfest ab 129 beziehungsweise 109 Euro pro Person im Doppelzimmer für eine Nacht, jeweils inklusive Frühstück und Eintritt. Wer selbst buchen will, findet die Betriebe in Stainz, St. Stefan ob Stainz und den Nachbargemeinden unter Unterkünfte.

Weiter im Weinjahr

Was vor und nach dem Junker gefeiert wird.