Sankt Josef – Steile Weinlagen an der slowenischen Grenze

Grenzgemeinde im südlichen Bezirk Deutschlandsberg mit heroischem Weinbau, historischer Pfarrkirche und lebendiger Nachbarschaft zu Slowenien

Zuletzt aktualisiert: Februar 2026
Redaktion: Redaktion Weststeiermark

Die Grenzgemeinde im Überblick

Sankt Josef liegt im äußersten Süden des Bezirks Deutschlandsberg und gehört damit zu den südlichsten Gemeinden der gesamten Weststeiermark. Die Gemeinde grenzt unmittelbar an die Republik Slowenien und nimmt dadurch eine besondere geographische Stellung innerhalb der Region ein. Rund 1.400 Einwohner leben auf einer Fläche von 26,92 Quadratkilometern in einer Landschaft, die von steil abfallenden Hügeln, tiefen Taleinschnitten und weitläufigen Weinbergen geprägt ist.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf einer durchschnittlichen Seehöhe von 410 Metern und umfasst mehrere Ortsteile und verstreute Weiler, die sich an die Hänge der hügeligen Topographie schmiegen. Der Ortskern von Sankt Josef wird von der gleichnamigen Pfarrkirche überragt, die auf einer Anhöhe über dem Dorf thront und weithin sichtbar ist. Von hier aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick über die bewaldeten Höhenzüge bis hinein nach Slowenien.

Die Lage an der Grenze hat Sankt Josef über Jahrhunderte hinweg geprägt. Die Gemeinde war und ist ein Ort des Übergangs, der kulturellen Begegnung und des Austauschs zwischen der steirischen und der slowenischen Welt. Trotz ihrer vergleichsweise geringen Einwohnerzahl verfügt die Gemeinde über eine lebendige dörfliche Struktur mit Vereinen, traditionellen Festen und einer Gastronomie, die von der Nähe zur Grenze profitiert. Die Verbindung aus steirischer Weinbautradition und slowenischen Einflüssen verleiht Sankt Josef einen ganz eigenen Charakter, der sie von anderen Gemeinden der Weststeiermark unterscheidet.

Verkehrstechnisch ist Sankt Josef über Landesstraßen an die benachbarte Marktgemeinde Eibiswald und weiter an Deutschlandsberg angebunden. Die Anfahrt aus Graz dauert über die Südautobahn und die Landesstraßen rund eine Stunde. Die relative Abgeschiedenheit der Gemeinde ist zugleich ihr größter Reiz: Wer hierher kommt, findet eine Landschaft, die vom Massentourismus unberührt geblieben ist und in der die Zeit ein wenig langsamer zu vergehen scheint.

Weinbau und steile Hänge

Der Weinbau in Sankt Josef gehört zu den anspruchsvollsten in der gesamten Weststeiermark. Die Rebflächen liegen an Hängen mit teils extremer Neigung, die eine maschinelle Bearbeitung unmöglich machen. Hier wird in Handarbeit gewirtschaftet, Reihe für Reihe, Stock für Stock. In der internationalen Weinbauterminologie spricht man von heroischem Weinbau – eine Bezeichnung, die für die steilen Lagen von Sankt Josef ohne Übertreibung zutrifft.

Die Blaue Wildbacherrebe, aus der der berühmte Schilcher gekeltert wird, findet an den Steilhängen von Sankt Josef ideale Bedingungen. Die südliche Ausrichtung der meisten Hanglagen garantiert eine intensive Sonneneinstrahlung während der gesamten Vegetationsperiode. Gleichzeitig sorgen die kühlen Nächte, die durch die Höhenlage und die Nähe zu den bewaldeten Bergrücken bedingt sind, für eine langsame Reifung der Trauben. Diese klimatischen Bedingungen verleihen dem Schilcher aus Sankt Josef eine besondere Frische und Fruchtigkeit, die Kenner zu schätzen wissen.

Neben dem Schilcher werden in den Weingärten von Sankt Josef auch Weißweine angebaut, insbesondere Welschriesling und Muskateller, die auf den kalkhaltigen und schieferhaltigen Böden der Region ein feines Aromaprofil entwickeln. Einige Winzer experimentieren zudem mit Sauvignon Blanc, der in den geschützteren Lagen ebenfalls bemerkenswerte Ergebnisse liefert. Die Weine aus dieser Gegend zeichnen sich durch eine mineralische Note aus, die den besonderen Terroir-Charakter der steilen Lagen widerspiegelt.

Die Arbeit in den Steillagen ist nicht nur körperlich fordernd, sondern erfordert auch ein hohes Maß an Erfahrung und Können. Die Winzer von Sankt Josef bewirtschaften ihre Weingärten oft in Familientradition seit vielen Generationen. Das Wissen um die besten Schnittzeitpunkte, die optimale Laubarbeit und den richtigen Lesezeitpunkt wird von den Älteren an die Jüngeren weitergegeben. Diese Kontinuität ist einer der Gründe, warum die Weine aus Sankt Josef trotz der kleinen Produktionsmengen eine treue Anhängerschaft haben.

Ein Spaziergang durch die Weingärten von Sankt Josef ist ein Erlebnis für alle Sinne. Im Frühling treiben die Reben frisches Grün aus, im Sommer leuchten die Blätter in sattem Dunkelgrün vor dem Hintergrund des blauen Himmels, und im Herbst färbt sich das Laub in allen Schattierungen von Gold, Orange und Rot. Die steilen Terrassen mit ihren alten Trockensteinmauern verleihen der Landschaft einen fast mediterranen Charakter, der Besucher immer wieder überrascht.

Pfarrkirche St. Josef

Die Pfarrkirche St. Josef ist das unbestrittene Wahrzeichen der Gemeinde und bildet den geistlichen wie auch den visuellen Mittelpunkt des Ortes. Das Gotteshaus erhebt sich auf einem Hügel oberhalb des Dorfzentrums und ist dank seiner exponierten Lage schon von weitem sichtbar. Wer von Süden her nach Sankt Josef kommt, erblickt den schlanken Kirchturm bereits aus der Ferne über den Weinbergen und Wäldern aufragen.

Die Kirche wurde in ihrer heutigen Form im 18. Jahrhundert errichtet, geht in ihren Grundmauern jedoch auf einen deutlich älteren Vorgängerbau zurück. Der schlichte, aber harmonische Barockstil des Gebäudes fügt sich stimmig in die ländliche Umgebung ein. Die Fassade ist in einem hellen Cremeton gehalten, der im Licht der Nachmittagssonne warm leuchtet. Der Zwiebelturm mit seiner kupfernen Bedachung hat im Laufe der Jahrhunderte eine charakteristische grünliche Patina angenommen und verleiht der Kirche ihre unverwechselbare Silhouette.

Im Inneren überrascht die Pfarrkirche mit einem lichtdurchfluteten Kirchenschiff, dessen Deckenfresken Szenen aus dem Leben des heiligen Josef darstellen. Der barocke Hochaltar zeigt den Namenspatron der Kirche und ist von vergoldeten Säulen gerahmt. Die Seitenaltäre sind der Muttergottes und dem heiligen Florian gewidmet und zeugen von der tiefen Frömmigkeit der Grenzlandbevölkerung, die sich über Jahrhunderte in einem oft unsicheren Gebiet behaupten musste.

Besonders beeindruckend ist der Ausblick vom Kirchhügel. Eine Bank vor dem Eingang lädt zum Verweilen ein, und bei klarem Wetter reicht der Blick weit über die Hügelketten der südlichen Weststeiermark bis zu den Bergen Sloweniens. Im Süden zeichnen sich die Konturen der Windischen Bühel ab, jenes Hügellandes, das sich jenseits der Grenze in sanften Wellen bis zum Drautal erstreckt. Es ist ein Ort der Stille und der Weite, der zum Innehalten einlädt.

Geschichte

Die Geschichte von Sankt Josef ist untrennbar mit der Geschichte der steirisch-slowenischen Grenzregion verbunden. Das Gebiet der heutigen Gemeinde war seit dem frühen Mittelalter Teil der Grenzmark, die das Herzogtum Steiermark gegen Süden hin abschirmte. Die Besiedlung erfolgte in mehreren Wellen und brachte sowohl deutschsprachige Siedler aus dem steirischen Kernland als auch slawischsprachige Bevölkerungsgruppen in die Region.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Spätmittelalter, als die Pfarre Sankt Josef als eigenständige Seelsorgeeinheit innerhalb der Diözese Graz-Seckau eingerichtet wurde. Die Gründung der Pfarre war ein Zeichen dafür, dass sich die Siedlung im Grenzland gefestigt hatte und eine ausreichend große Bevölkerung aufwies, um einen eigenen Pfarrer zu unterhalten. Die Kirche diente in dieser Zeit nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Zufluchtsort bei feindlichen Überfällen.

Die Türkeneinfälle des 15. und 16. Jahrhunderts trafen die Grenzgemeinden der südlichen Weststeiermark mit besonderer Härte. Sankt Josef lag auf einer der Einmarschrouten, die von Süden her in die Steiermark führten. Mehrfach wurde die Siedlung verwüstet und die Bevölkerung zur Flucht in die befestigten Burgen und Wehranlagen der Umgebung gezwungen. Der Wiederaufbau nach diesen Zerstörungen prägte die Gemeinde nachhaltig und stärkte den Zusammenhalt der Bevölkerung.

Im 19. Jahrhundert veränderte die Industrialisierung auch das Leben in Sankt Josef, wenngleich weniger stark als in den größeren Orten der Region. Die Landwirtschaft und der Weinbau blieben die wichtigsten Erwerbsquellen. Die Grenzlage brachte jedoch einen gewissen Handel mit sich, und die Bewohner von Sankt Josef pflegten enge wirtschaftliche und familiäre Beziehungen zu den Gemeinden jenseits der Grenze. Viele Familien waren zweisprachig und bewegten sich selbstverständlich in beiden Kulturkreisen.

Das 20. Jahrhundert brachte tiefgreifende Umbrüche. Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall der Habsburgermonarchie wurde die Grenze zum neuen Staat der Serben, Kroaten und Slowenen gezogen. Was zuvor ein durchlässiger Übergangsraum gewesen war, wurde plötzlich zur Staatsgrenze. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von Partisanenkämpfen und Vergeltungsmaßnahmen betroffen. Die Nachkriegszeit brachte mit dem Eisernen Vorhang eine weitere Verhärtung der Grenze, die erst mit dem EU-Beitritt Sloweniens und dem Schengen-Abkommen ihre trennende Wirkung verlor.

Grenzregion und kultureller Austausch

Die unmittelbare Nachbarschaft zu Slowenien ist eines der prägendsten Merkmale von Sankt Josef. Seit dem Beitritt Sloweniens zum Schengen-Raum im Jahr 2007 ist die Grenze für den alltäglichen Verkehr praktisch unsichtbar geworden. Man kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Sankt Josef aus nach Slowenien hinüberwandern, ohne an einem Kontrollpunkt anhalten zu müssen. Diese Offenheit hat dem grenzüberschreitenden Austausch, der historisch immer bestanden hatte, neuen Schwung verliehen.

Die slowenische Seite der Grenze wird von den Windischen Büheln dominiert, einer sanft gewellten Hügellandschaft, die in vielem der weststeirischen Landschaft ähnelt. Auch hier wird Weinbau betrieben, und die Rebsorten und Anbaumethoden gleichen einander auf beiden Seiten der Grenze. Slowenische Winzer produzieren ebenfalls Roséweine aus lokalen Rebsorten, und der kulturelle Austausch zwischen den Weinbauern diesseits und jenseits der Grenze ist rege. Gemeinsame Weinverkostungen und Winzertreffen fördern das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft.

Für Besucher von Sankt Josef bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für grenzüberschreitende Ausflüge. Die slowenische Gemeinde Sveti Duh na Ostrem Vrhu ist nur wenige Kilometer entfernt und lädt mit ihrer eigenen Wallfahrtskirche und einem beeindruckenden Panoramablick zum Besuch ein. Etwas weiter südlich locken die historischen Städte Maribor und Ptuj mit ihrem kulturellen Angebot, mittelalterlichen Altstädten und einer lebendigen Gastroszene.

Die zweisprachigen Einflüsse in Sankt Josef zeigen sich bis heute in der Alltagskultur. Manche Flurnamen und Familiennamen tragen slowenische Spuren, und in den Küchen der Region vermischen sich steirische und slowenische Rezepttraditionen auf selbstverständliche Weise. Diese kulturelle Durchlässigkeit ist kein Zeichen von Identitätsverlust, sondern vielmehr Ausdruck einer Grenzlandkultur, die über Jahrhunderte gewachsen ist und die beiden Seiten einander näher gebracht hat.

Das Zusammenwachsen der Region wird auch durch europäische Förderprogramme unterstützt, die grenzüberschreitende Projekte in den Bereichen Tourismus, Umweltschutz und Kulturarbeit finanzieren. Sankt Josef profitiert von diesen Programmen und hat in den vergangenen Jahren gemeinsam mit slowenischen Partnergemeinden Wanderwege ausgebaut, gemeinsame Veranstaltungen organisiert und den Austausch zwischen Schulen und Vereinen gefördert.

Natur und Wandern

Die Landschaft rund um Sankt Josef gehört zu den reizvollsten der südlichen Weststeiermark. Das Gemeindegebiet ist geprägt von einem ständigen Wechsel zwischen steilen Weinhängen, dichten Mischwäldern und offenen Wiesen, die sich in einem sanft gewellten Muster über die Hügel ziehen. Die Höhenunterschiede innerhalb des Gemeindegebiets sind beträchtlich und sorgen dafür, dass sich die Landschaft mit jedem Schritt verändert.

Mehrere markierte Wanderwege durchziehen das Gebiet und verbinden die einzelnen Ortsteile miteinander. Besonders beliebt ist der Grenzlandweg, der entlang der ehemaligen Staatsgrenze führt und immer wieder Ausblicke auf die slowenische Seite bietet. Die Route verläuft überwiegend auf naturbelassenen Pfaden und Forstwegen und ist auch für weniger geübte Wanderer gut zu bewältigen. Eine vollständige Begehung dauert etwa drei bis vier Stunden und kann an mehreren Stellen abgekürzt werden.

Für ambitionierte Wanderer bietet sich die Verbindung zum überregionalen Schilcherweinwanderweg an, der durch die gesamte Weststeiermark führt. Von Sankt Josef aus lässt sich eine Etappe nach Eibiswald oder in Richtung Schwanberg unternehmen, die durch abwechslungsreiches Terrain mit Weinbergen, Wäldern und kleinen Bächen führt. Unterwegs laden immer wieder Rastplätze und Aussichtspunkte zum Verweilen ein.

Die Wälder rund um Sankt Josef sind überwiegend Mischwälder mit Buchen, Eichen, Fichten und Kastanien. Im Frühling blüht der Waldboden mit Schlüsselblumen, Leberblümchen und Waldanemonen, im Herbst bieten die bunten Laubwälder ein spektakuläres Farbschauspiel. Die Artenvielfalt in den Wäldern und Wiesen ist bemerkenswert und umfasst zahlreiche Vogelarten, Schmetterlinge und andere Insekten, die in den extensiv bewirtschafteten Kulturlandschaften ihren Lebensraum finden.

Auch Radfahrer kommen in der Umgebung von Sankt Josef auf ihre Kosten, wenngleich die steilen Anstiege eine gewisse Grundfitness erfordern. Mit einem E-Mountainbike lassen sich die Höhenunterschiede bequem überwinden, und die Belohnung in Form von atemberaubenden Ausblicken und rasanten Abfahrten durch die Weingärten macht jede Anstrengung wett. In der warmen Jahreszeit laden mehrere Bachläufe im Gemeindegebiet zur Abkühlung ein.

Kulinarik und Buschenschänke

Die kulinarische Tradition von Sankt Josef ist ein authentisches Abbild der weststeirischen Esskultur, bereichert um Einflüsse aus der benachbarten slowenischen Küche. In den Buschenschänken der Gemeinde wird aufgetischt, was die Region hergibt – und das ist bemerkenswert viel für eine so kleine Gemeinde. Die Jause, jene typisch steirische Brotzeit, bildet das Herzstück des Buschenschank-Angebots.

Auf den Jausenbrettern finden sich Verhackert, ein kräftiger Aufstrich aus fein gehacktem Speck, daneben Liptauer mit seiner würzigen Schärfe, geräucherter Schweinebraten, Blut- und Leberwurst vom Hausmetzger sowie Käferbohnensalat, der mit steirischem Kürbiskernöl und Essig angemacht wird. Dazu gibt es frisches Bauernbrot, das oft noch im eigenen Holzofen gebacken wird, und natürlich den hauseigenen Schilcher, der kühl und frisch aus dem Keller kommt.

Der slowenische Einfluss zeigt sich in der Küche auf subtile, aber unverkennbare Weise. Manche Buschenschänke servieren Potica-ähnliche Strudelgerichte mit Walnuss- oder Mohnfüllung, die aus der slowenischen Backtradition stammen. Auch die Verwendung bestimmter Gewürze und Kräuter, die in der slowenischen Küche verbreitet sind, hat ihren Weg über die Grenze gefunden. Diese kulinarische Vermischung geschieht ganz natürlich und ohne jede Anstrengung – sie ist das Ergebnis jahrhundertelangen Zusammenlebens in einer gemeinsamen Landschaft.

Die Buschenschänke in Sankt Josef haben einen besonderen Charme, der sie von den größeren und touristisch stärker frequentierten Betrieben anderer weststeirischer Gemeinden unterscheidet. Hier sitzt man oft in einfachen Gastsälen oder auf schattigen Terrassen mit Blick über die Weinhänge und die Grenzberge. Die Atmosphäre ist ungekünstelt und herzlich, die Portionen sind großzügig, und die Preise sind moderat. Es sind Orte, an denen die Einheimischen selbst einkehren – ein sicheres Zeichen für Qualität und Authentizität.

Im Herbst, wenn die Weinlese abgeschlossen ist und der junge Wein, der Sturm, in den Fässern gärt, herrscht in den Buschenschänken Hochbetrieb. Der Sturm, trüb und noch süß mit einer leicht prickelnden Note, wird nur wenige Wochen lang ausgeschenkt und ist ein vergängliches Vergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Dazu werden gebratene Kastanien gereicht, die in den Wäldern rund um Sankt Josef gesammelt werden – ein Herbstgenuss, der alle Sinne anspricht.

Wer sich für die Herkunft der Lebensmittel interessiert, kann bei einigen Bauernhöfen in der Umgebung direkt einkaufen. Frische Eier, Honig aus eigener Imkerei, selbstgemachte Marmeladen und natürlich Wein werden ab Hof verkauft. Diese Direktvermarktung ist für die kleinen Betriebe in der Grenzregion ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und für Besucher eine Gelegenheit, hochwertige regionale Produkte zu fairen Preisen zu erwerben.

Praktische Informationen

Sankt Josef (Weststeiermark) ist am besten mit dem eigenen Auto zu erreichen. Die Anfahrt aus Graz erfolgt über die A2 Südautobahn bis zur Abfahrt Leibnitz oder Lieboch, von dort weiter über Landesstraßen in Richtung Eibiswald und schließlich nach Sankt Josef. Die Fahrzeit beträgt je nach Verkehrslage etwa 60 bis 75 Minuten. Aus Richtung Deutschlandsberg kommend erreicht man Sankt Josef über Schwanberg und Eibiswald in etwa 30 Minuten.

Eine Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz besteht über Regionalbuslinien, die Sankt Josef mit Eibiswald und Deutschlandsberg verbinden. Die Verbindungen sind jedoch begrenzt, und es empfiehlt sich, die Fahrpläne im Voraus zu prüfen. An Wochenenden und Feiertagen fahren die Busse seltener. Der nächste Bahnhof befindet sich in Eibiswald, von dort verkehren Züge über die Wieserbahn in Richtung Graz.

Unterkünfte in Sankt Josef selbst sind überschaubar, bestehen aber aus einigen Privatzimmern und Ferienwohnungen, die in der Regel auf den gängigen Buchungsplattformen zu finden sind. Für eine größere Auswahl an Hotels und Pensionen empfiehlt sich ein Blick auf das Angebot in den benachbarten Gemeinden Eibiswald und Schwanberg, die über eine breitere touristische Infrastruktur verfügen.

Im Ortskern von Sankt Josef befinden sich eine Nahversorgungseinrichtung sowie eine Volksschule. Für weiterführende Schulen, Fachärzte und größere Einkäufe ist Eibiswald die nächstgelegene Anlaufstelle. Die medizinische Grundversorgung ist durch einen Allgemeinmediziner gewährleistet. Im Notfall ist das Landeskrankenhaus Deutschlandsberg die nächste größere Klinik.

Besucher, die einen Tagesausflug nach Sankt Josef planen, sollten mindestens einen halben Tag einrechnen. Ein idealer Tag beginnt mit einer Wanderung über den Grenzlandweg, führt über die Besichtigung der Pfarrkirche und endet mit einer ausgiebigen Jause bei einem der örtlichen Buschenschänke. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Tag mit einem Ausflug über die Grenze nach Slowenien abrunden und die Weinberge und Aussichtspunkte auf der anderen Seite erkunden.

Da Sankt Josef keine größere touristische Infrastruktur besitzt, empfiehlt es sich, Bargeld mitzuführen. Nicht alle Buschenschänke akzeptieren Kartenzahlung. Der Mobilfunkempfang ist in den meisten Teilen der Gemeinde gut, kann jedoch in den tiefer gelegenen Tälern und bewaldeten Bereichen schwächer ausfallen. In unmittelbarer Grenznähe kann es vorkommen, dass sich das Mobiltelefon in das slowenische Netz einbucht – Reisende sollten dies bei ihren Tarifeinstellungen berücksichtigen.

Nachbargemeinden

Sankt Josef grenzt an mehrere Gemeinden der südlichen Weststeiermark. Jede hat ihren eigenen Charakter und ist einen Besuch wert.

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