Sankt Martin im Sulmtal – Stille Weinberge und steirische Gastfreundschaft

Idyllische Weinbaugemeinde im mittleren Sulmtal mit barocker Pfarrkirche, traditionellen Buschenschänken und einer Landschaft zum Durchatmen

Zuletzt aktualisiert: Februar 2026
Redaktion: Redaktion Weststeiermark

Die Gemeinde im Überblick

Sankt Martin im Sulmtal liegt eingebettet im mittleren Sulmtal, umgeben von sanft geschwungenen Weinbergen und grünen Hügelketten, die das Landschaftsbild der südwestlichen Steiermark so unverwechselbar machen. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von rund 25 Quadratkilometern und zählt etwa 1.800 Einwohner, die in verstreuten Siedlungen, Einzelgehöften und dem beschaulichen Ortskern leben. Mit einer Seehöhe von 390 Metern liegt Sankt Martin in jener klimatisch bevorzugten Zone, in der die weststeirischen Weinberge besonders gut gedeihen.

Schon bei der Anfahrt fällt der Blick auf das markanteste Bauwerk der Gemeinde: die barocke Pfarrkirche, deren schlanker Turm weithin sichtbar über dem Tal aufragt. Sie ist nicht nur das geistliche Zentrum, sondern auch das architektonische Wahrzeichen von Sankt Martin im Sulmtal. Um die Kirche herum hat sich über Jahrhunderte ein kompaktes Ortszentrum entwickelt, das bis heute seinen dörflichen Charakter bewahrt hat. Hier gibt es keinen Durchgangsverkehr, keine Hektik und keine großstädtische Betriebsamkeit – stattdessen herrscht eine angenehme Ruhe, die Besucher vom ersten Augenblick an spüren.

Die Gemeinde ist vor allem für ihren Weinbau bekannt. Die Hänge rund um Sankt Martin tragen Reben, aus denen einige der besten Weine der Weststeiermark gekeltert werden. Schilcher, Sauvignon Blanc, Welschriesling und Muskateller gedeihen auf den kalkhaltigen, gut drainierten Böden hervorragend. Zahlreiche Winzerfamilien bewirtschaften ihre Weingärten seit Generationen und laden Gäste in ihre Buschenschänken ein, wo neben dem hauseigenen Wein auch regionale Schmankerl serviert werden. Diese Tradition der Gastfreundschaft ist tief in der Identität der Gemeinde verwurzelt und bildet das Fundament des sanften Tourismus, der sich in Sankt Martin im Sulmtal über die Jahre behutsam entwickelt hat.

Als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Weinberge, als Ort der Einkehr bei einem der traditionsreichen Buschenschänke oder einfach als Rückzugsort fernab des Alltags – Sankt Martin im Sulmtal bietet all jenen etwas, die das Ursprüngliche und Authentische suchen. Die Nähe zu den Gemeinden Schwanberg, St. Peter im Sulmtal und Wies ermöglicht zudem Ausflüge in die weitere Umgebung, ohne dass der Charme des ruhigen Sulmtals verloren geht.

Die barocke Pfarrkirche

Die Pfarrkirche Sankt Martin ist das unbestrittene Wahrzeichen der Gemeinde und prägt das Ortsbild auf eine Weise, die weit über die architektonische Bedeutung hinausgeht. Ihr schlanker, elegant proportionierter Turm erhebt sich über den Dächern des Dorfes und ist aus vielen Richtungen sichtbar – von den umliegenden Weinbergen ebenso wie von den Höhenwegen, die durch das Sulmtal führen. An klaren Tagen markiert der Kirchturm für Wanderer und Radfahrer den Standort der Gemeinde wie ein stiller Wegweiser inmitten der hügeligen Landschaft.

Die Kirche wurde in ihrer heutigen barocken Form im 17. und 18. Jahrhundert errichtet, wobei die Grundmauern auf einen deutlich älteren Vorgängerbau zurückgehen. Das Patrozinium des heiligen Martin, des berühmten Bischofs von Tours, verweist auf eine lange christliche Tradition an diesem Ort. Im Inneren überrascht die Kirche mit einem reich ausgestatteten Hochaltar, der typisch für die barocke Sakralkunst der Steiermark ist. Vergoldete Ornamente, figürliche Darstellungen und Deckenmalereien schaffen einen Raum, der sowohl Andacht als auch kunsthistorisches Interesse weckt.

Besonders bemerkenswert sind die Seitenaltäre, die lokale Handwerkskunst mit den stilistischen Einflüssen der großen barocken Zentren verbinden. Die Kanzel ist mit fein geschnitzten Reliefs verziert, und die Orgel stammt aus einer Zeit, in der Kirchenmusik eine zentrale Rolle im Gemeindeleben spielte. Auch die farbigen Glasfenster verdienen Beachtung: Sie erzählen biblische Geschichten in einer Bildsprache, die sowohl Gläubige als auch kunstinteressierte Besucher anspricht.

Der Kirchhof selbst ist ein stiller Ort der Besinnung. Alte Grabsteine erzählen von den Familien, die das Leben in Sankt Martin über Generationen hinweg geprägt haben. Der Blick vom Kirchhof über das Tal und die angrenzenden Weinberge gehört zu den schönsten Aussichten, die die Gemeinde zu bieten hat. Die Kirche ist tagsüber in der Regel geöffnet und kann frei besichtigt werden. Führungen lassen sich über die Pfarre organisieren und bieten vertiefte Einblicke in die Bau- und Kunstgeschichte des Gotteshauses.

Weinbau und Buschenschänke

Sankt Martin im Sulmtal liegt im Herzen eines der besten Weinbaugebiete der Weststeiermark. Die nach Süden und Südosten ausgerichteten Hänge bieten ideale Bedingungen für den Anbau hochwertiger Rebsorten. Das Zusammenspiel aus mildem, pannonisch beeinflusstem Klima, ausreichend Sonnenstunden und mineralischen Böden sorgt dafür, dass die Trauben hier eine besondere Reife und Aromatik entwickeln. Die Weinbautradition reicht in Sankt Martin viele Jahrhunderte zurück und ist bis heute der wichtigste Wirtschaftszweig der Gemeinde.

Im Zentrum der weststeirischen Weinkultur steht der Schilcher, ein einzigartiger Roséwein, der ausschließlich aus der Blauen Wildbacherrebe gekeltert wird und nur in dieser Region Österreichs angebaut werden darf. In Sankt Martin im Sulmtal pflegen mehrere Winzerfamilien den Schilcheranbau mit großer Sorgfalt und produzieren Weine, die durch ihre fruchtige Säure und ihre unverwechselbare rosa Farbe begeistern. Neben dem klassischen Schilcher werden auch Schilcher Frizzante und gereifte Varianten angeboten, die zeigen, wie vielseitig diese autochthone Rebsorte sein kann.

Doch der Schilcher ist nur ein Teil der weinseitigen Vielfalt. Auf den Weinbergen rund um Sankt Martin gedeihen auch hervorragende Weißweine. Sauvignon Blanc bringt hier mineralische, kräuterig-frische Weine hervor, die bei Verkostungen regelmäßig hohe Bewertungen erzielen. Der Welschriesling überzeugt mit seinem leichten, spritzigen Charakter und ist der ideale Begleiter zu den regionalen Jausenplatten. Muskateller und Gelber Muskateller runden das Sortiment ab und bestechen durch ihre blumig-aromatischen Noten, die an Holunderblüten und reife Früchte erinnern.

Das eigentliche Herzstück der weststeirischen Weinkultur sind die Buschenschänke. In Sankt Martin im Sulmtal laden mehrere dieser traditionellen Weinschenken zur Einkehr ein. Das Prinzip ist so einfach wie bestechend: Die Winzer schenken ihren eigenen Wein aus und servieren dazu kalte Speisen aus eigener Erzeugung. Im Gegensatz zu einem Restaurant geht es beim Buschenschank um Authentizität, um den direkten Kontakt zwischen Erzeuger und Gast. Man sitzt im Garten unter alten Nussbäumen oder in einer gemütlichen Stube, probiert verschiedene Weine und genießt dazu eine Brettljause mit Verhackert, geräuchertem Speck, Käse und frisch gebackenem Bauernbrot.

Der persönliche Kontakt zu den Winzern macht den Besuch in Sankt Martin besonders wertvoll. Viele Betriebe bieten neben der Buschenschank auch Führungen durch den Weinkeller und die Weingärten an. Hier erfährt man aus erster Hand, wie der Wein entsteht, welche Herausforderungen der Jahrgang mit sich bringt und welche Philosophie hinter der jeweiligen Kellerwirtschaft steckt. Es sind diese persönlichen Begegnungen, die einen Besuch in Sankt Martin im Sulmtal von einem bloßen Ausflug zu einem nachhaltigen Erlebnis machen.

Geschichte

Die Geschichte von Sankt Martin im Sulmtal reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Archäologische Funde in der Umgebung deuten darauf hin, dass das Sulmtal bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Die Römer nutzten die fruchtbaren Täler der Region für den Ackerbau und möglicherweise bereits für einen frühen Weinbau. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Hochmittelalter und steht im Zusammenhang mit der Gründung einer Pfarrei, die dem heiligen Martin von Tours geweiht wurde.

Im Mittelalter entwickelte sich Sankt Martin als landwirtschaftlich geprägter Ort, der eng mit den umliegenden Herrschaften verbunden war. Die Bauern bewirtschafteten ihre Höfe in einem System, das Ackerbau, Viehzucht und Weinbau miteinander verband. Der Weinbau gewann im Laufe der Jahrhunderte zunehmend an Bedeutung, da die klimatischen Bedingungen im Sulmtal für den Anbau der Reben außergewöhnlich günstig waren. Bereits im Spätmittelalter galt der Wein aus dieser Gegend als geschätzt.

Die osmanischen Einfälle des 15. und 16. Jahrhunderts brachten auch für Sankt Martin schwere Zeiten. Obwohl der Ort nicht zu den unmittelbaren Schauplätzen der Kämpfe gehörte, litt die Bevölkerung unter den Verwüstungen und Plünderungen, die die Streifzüge mit sich brachten. Die Kirche diente in dieser Zeit als Zufluchtsort und festigte ihre Rolle als Zentrum der Gemeinschaft. Nach dem Abklingen der Bedrohung begann eine Phase des Wiederaufbaus und der Konsolidierung, in der die barocke Pfarrkirche in ihrer heutigen Gestalt errichtet wurde.

Im 19. Jahrhundert brachte die Modernisierung der Landwirtschaft Veränderungen für die Gemeinde. Neue Anbaumethoden, die Einführung verbesserter Rebsorten und der Ausbau der Verkehrswege ermöglichten es den Winzern, ihre Produkte über die Region hinaus zu vermarkten. Die Eröffnung der Wieserbahn im Jahr 1873 verband das Sulmtal mit Graz und eröffnete neue wirtschaftliche Möglichkeiten. Im 20. Jahrhundert überstand die Gemeinde die beiden Weltkriege und die damit verbundenen Entbehrungen. Die Nachkriegszeit brachte einen behutsamen wirtschaftlichen Aufschwung, der vor allem vom wachsenden Weintourismus getragen wurde.

Im Zuge der steiermärkischen Gemeindestrukturreform von 2015 wurde die Verwaltung der Region neu geordnet. Sankt Martin im Sulmtal behauptete sich als eigenständige Gemeinde und bewahrte damit seine Identität und Selbstverwaltung. Heute steht die Gemeinde für eine gelungene Verbindung aus ländlicher Tradition und zeitgemäßer Lebensqualität, in der die Geschichte nicht als Last, sondern als Fundament für die Zukunft verstanden wird.

Natur und Wandern

Die Landschaft rund um Sankt Martin im Sulmtal gehört zu den reizvollsten der gesamten Weststeiermark. Sanfte Hügel, durchzogen von Reihen sorgfältig gepflegter Rebstöcke, wechseln sich ab mit Mischwäldern, Streuobstwiesen und kleinen Bächen, die sich ihren Weg durch das Tal bahnen. Das Sulmtal selbst bildet eine natürliche Achse, entlang derer sich Wiesen und Auen erstrecken, die im Frühling von Wildblumen übersät sind und im Herbst in warmen Gold- und Rottönen leuchten. Die Landschaft hat nichts Dramatisches oder Spektakuläres an sich – ihre Schönheit liegt in der Ruhe, in der Harmonie der Farben und in der Stille, die nur vom Vogelgezwitscher und dem gelegentlichen Läuten der Kirchenglocken unterbrochen wird.

Für Wanderer bietet die Gemeinde ein gut markiertes Wegenetz, das sowohl kurze Spaziergänge als auch ausgedehnte Tagestouren ermöglicht. Besonders beliebt sind die Weinbergwanderungen, die auf schmalen Pfaden durch die Rebzeilen führen und immer wieder Aussichtspunkte erschließen, von denen aus sich das Panorama des Sulmtals in seiner ganzen Weite entfaltet. Eine empfehlenswerte Route führt vom Ortszentrum über die Anhöhen oberhalb der Weinberge und bietet unterwegs Blicke auf die Pfarrkirche, die umliegenden Gehöfte und die fernen Konturen der Koralpe.

Radfahrer finden in der Region ebenfalls hervorragende Bedingungen. Der Sulmtalradweg verläuft durch das flache Talbett und verbindet die Gemeinden des Sulmtals miteinander. Die Strecke eignet sich besonders für Familien und genussorientierte Radfahrer, die zwischen den einzelnen Etappen bei einem Buschenschank einkehren möchten. Für sportlichere Fahrer bieten die Anstiege in die Weinberge fordernde Passagen mit entsprechender Belohnung an der Spitze: ein weiter Blick und frische Bergluft.

Die Natur rund um Sankt Martin ist auch ein Lebensraum für eine vielfältige Tierwelt. In den Mischwäldern oberhalb der Weinberge leben Rehe, Hasen und Fasane. An den Bachläufen können aufmerksame Beobachter Eisvögel und Graureiher entdecken. Die extensiv bewirtschafteten Wiesen bieten Lebensraum für zahlreiche Insektenarten, darunter Schmetterlinge und Wildbienen, die von der pestizidfreien Bewirtschaftung vieler Weingärten profitieren. Die Bewahrung dieser natürlichen Vielfalt ist den Bewohnern von Sankt Martin ein erklärtes Anliegen, und viele Landwirte setzen auf nachhaltige Anbaumethoden.

Kulinarik

Die Küche von Sankt Martin im Sulmtal ist untrennbar mit der Tradition der Buschenschänke verbunden. Was hier auf den Tisch kommt, stammt in den meisten Fällen aus eigener Erzeugung oder von Nachbarbetrieben aus der unmittelbaren Umgebung. Das Konzept der kurzen Wege ist in Sankt Martin kein Marketing-Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Die Winzer und Bauern der Gemeinde produzieren das, was sie ihren Gästen vorsetzen, und diese Authentizität schmeckt man in jedem Bissen.

Im Mittelpunkt der Buschenschank-Kulinarik steht die Brettljause, eine kalte Platte, die je nach Betrieb unterschiedlich zusammengestellt wird, aber immer denselben Grundprinzipien folgt: Qualität, Frische und Regionalität. Eine typische Brettljause in Sankt Martin umfasst Verhackert – ein pikanter Aufstrich aus fein gehacktem, geräuchertem Speck –, verschiedene Wurst- und Schinkensorten vom Hausschwein, würzigen Bergkäse, Liptauer und knackige Rohkost aus dem eigenen Garten. Dazu wird frisches Bauernbrot gereicht, das oft noch nach alten Rezepten im Holzofen gebacken wird. Die Brettljause ist mehr als eine Mahlzeit – sie ist ein Ritual, das Genuss, Geselligkeit und die Verbundenheit mit dem Land vereint.

Neben der kalten Jause bieten einige Betriebe in der Region auch warme Spezialitäten an. Besonders beliebt sind steirische Klassiker wie der Backhendlsalat, bei dem knusprig paniertes Huhn auf einem Bett aus frischem Blattsalat und Kernöl serviert wird. Steirische Käferbohnen, die in der Region angebaut und in vielfältigen Zubereitungen genossen werden, dürfen auf keiner Speisekarte fehlen. Im Herbst kommen Wildgerichte hinzu, die von den Jägern der umliegenden Reviere stammen und von den Köchen der Region mit viel Erfahrung zubereitet werden.

Ein besonderer kulinarischer Schatz der Region ist das steirische Kürbiskernöl, das in seiner dunkelgrünen, nussig schmeckenden Variante zu den wertvollsten Speiseölen Europas zählt. In Sankt Martin wird es über Salate geträufelt, in Suppen eingerührt und sogar als Zutat für Desserts verwendet. Das Kürbiskernöl stammt von lokalen Ölmühlen, die die Kerne der steirischen Ölkürbisse nach traditionellen Verfahren pressen. In Kombination mit einem Glas Schilcher oder einem kühlen Welschriesling wird jede Mahlzeit in Sankt Martin im Sulmtal zu einem Fest für die Sinne.

Erholung und Ruhe

Sankt Martin im Sulmtal ist ein Ort, der sich dem Rhythmus der Natur angepasst hat und nicht dem Takt der modernen Geschäftigkeit. Genau das macht die Gemeinde zu einem idealen Ziel für alle, die Ruhe suchen, zur Besinnung kommen wollen oder einfach dem Alltag für einige Tage den Rücken kehren möchten. Hier gibt es keine großen Hotelkomplexe, keine lauten Vergnügungsparks und keine touristischen Massen – stattdessen findet man Stille, Weite und die heilsame Wirkung einer Landschaft, die seit Jahrhunderten von Menschenhand behutsam gestaltet wird.

Der Begriff des langsamen Tourismus, im internationalen Sprachgebrauch als Slow Tourism bekannt, beschreibt die Art des Reisens, die in Sankt Martin ganz natürlich gelebt wird. Es geht nicht darum, möglichst viele Sehenswürdigkeiten in möglichst kurzer Zeit abzuarbeiten, sondern darum, sich auf einen Ort einzulassen, seine Atmosphäre aufzunehmen und sich von der Umgebung inspirieren zu lassen. Ein Morgenspaziergang durch die taunassen Weinberge, ein Nachmittag auf der Terrasse eines Buschenschanks mit Blick auf das Tal, ein Abend bei einem Glas Wein und dem Zirpen der Grillen – das sind die Erlebnisse, die Sankt Martin zu bieten hat, und sie wirken nachhaltiger als jede Attraktion.

Die Gemeinde eignet sich auch hervorragend für eine bewusste digitale Auszeit. Fernab der ständigen Erreichbarkeit, der Bildschirme und der Informationsflut bietet Sankt Martin im Sulmtal eine Umgebung, in der man den Kopf freibekommt und sich auf das Wesentliche besinnen kann. Mehrere Unterkünfte in der Region haben dieses Bedürfnis erkannt und bieten gezielt Aufenthalte an, bei denen Entspannung, Naturerlebnis und kulinarischer Genuss im Vordergrund stehen. Ob im umgebauten Winzerhaus, im Gästezimmer am Bauernhof oder in einer kleinen Ferienwohnung mit Weinbergblick – die Übernachtungsmöglichkeiten fügen sich harmonisch in die Landschaft ein und verzichten auf überflüssigen Luxus zugunsten von Echtheit und Behaglichkeit.

Für kreative Menschen ist Sankt Martin ein Ort der Inspiration. Maler, Fotografen und Schriftsteller finden hier Motive und Stimmungen, die in der durchgeplanten Welt selten geworden sind: das Spiel des Lichts auf den Weinblättern am späten Nachmittag, die Silhouette der Pfarrkirche gegen einen abendlichen Himmel, die Geräusche einer Landschaft, in der die Natur noch den Ton angibt. Wer Sankt Martin im Sulmtal verlässt, nimmt eine innere Ruhe mit, die weit über den Aufenthalt hinaus nachwirkt.

Praktische Informationen

Sankt Martin im Sulmtal ist am besten mit dem Auto zu erreichen. Von Graz aus führt die Route über die A2 Südautobahn bis zur Abfahrt Leibnitz oder Lieboch und weiter über Landstraßen durch das Sulmtal. Die Fahrzeit beträgt je nach Verkehrslage etwa 50 bis 60 Minuten. Von Deutschlandsberg aus erreicht man die Gemeinde über die B76 und anschließende Landesstraßen in rund 25 Minuten. Die Zufahrtsstraßen sind gut ausgebaut und auch im Winter ordentlich geräumt.

Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in den Nachbargemeinden Schwanberg und Wies, die an die Wieserbahn angeschlossen sind. Von dort aus lässt sich Sankt Martin mit dem Taxi oder, in der warmen Jahreszeit, auch mit dem Fahrrad erreichen. Regionale Busverbindungen bestehen, sind aber eher auf den Schülerverkehr ausgerichtet. Für einen flexiblen Aufenthalt empfiehlt sich daher die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug. Kostenfreie Parkplätze stehen im Ortszentrum in ausreichender Zahl zur Verfügung.

Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf befinden sich in den größeren Nachbargemeinden Schwanberg und Wies, die jeweils in wenigen Autominuten erreichbar sind. Dort finden sich Supermärkte, Apotheken, Banken und weitere Dienstleistungen. In Sankt Martin selbst versorgen sich viele Einwohner und Gäste direkt bei den Bauern und Winzern der Gemeinde mit frischen Lebensmitteln, Wein und regionalen Produkten.

Für den Aufenthalt in Sankt Martin im Sulmtal empfiehlt es sich, mindestens zwei bis drei Tage einzuplanen. Ein Tag lässt sich ideal mit einer Wanderung durch die Weinberge und dem Besuch der Pfarrkirche verbringen, ein weiterer mit einer ausgedehnten Buschenschank-Tour. Wer die umliegende Region erkunden möchte, sollte zusätzliche Tage für Ausflüge nach Schwanberg, Wies oder in das obere Sulmtal einrechnen. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober, wobei der Herbst mit der Weinlese und den goldenen Weinbergen eine besonders stimmungsvolle Jahreszeit darstellt. Im Frühling bezaubern die blühenden Obstbäume und das frische Grün der jungen Reben.

Nachbargemeinden

Sankt Martin im Sulmtal grenzt an mehrere reizvolle Gemeinden der Weststeiermark. Jede davon hat ihren eigenen Charakter und bietet weitere Ausflugsmöglichkeiten.

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