Das Schilcherland - wo sanfte Hügel, edle Weine und herzliche Gastfreundschaft aufeinandertreffen
Region entdeckenDie Weststeiermark erstreckt sich im Südwesten der Steiermark und bildet gemeinsam mit der Südsteiermark und dem Vulkanland eines der bedeutendsten Weinbaugebiete Österreichs. Die sanft geschwungene Hügellandschaft, durchzogen von malerischen Weinstraßen und traditionellen Buschenschänken, macht diese Region zu einem einzigartigen Erlebnis für alle Sinne.
Die Region umfasst den politischen Bezirk Deutschlandsberg mit seinen 15 Gemeinden und einer Fläche von rund 863 Quadratkilometern. Mit etwa 61.000 Einwohnern vereint die Weststeiermark ländlichen Charme mit einer lebendigen Kulturszene. Die Region ist besonders für ihre Schilcher-Weinproduktion weltbekannt - ein einzigartiger Roséwein, der ausschließlich hier gekeltert wird.
Das milde, pannonisch beeinflusste Klima mit warmen Sommern und milden Herbsten schafft ideale Bedingungen für den Weinbau und lädt Besucher ganzjährig zu unvergesslichen Erlebnissen ein. Die historische Bedeutung der Region reicht bis in die Römerzeit zurück, als hier bereits Weinbau betrieben wurde. Heute verbindet die Weststeiermark diese reiche Geschichte mit modernem Tourismus und bietet sowohl Erholungssuchenden als auch Aktivurlaubern ein vielfältiges Programm.
Von den Kelten bis heute - eine Region mit bewegter Vergangenheit und lebendiger Gegenwart.
Die Geschichte der Weststeiermark reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits die Kelten siedelten in dieser fruchtbaren Region und nutzten die günstigen klimatischen Bedingungen für die Landwirtschaft. Mit der römischen Eroberung im 1. Jahrhundert v. Chr. begann eine neue Ära: Die Römer erkannten das Potenzial der Hügellage und führten systematischen Weinbau ein. Archäologische Funde in der Region belegen die Bedeutung des Weinhandels entlang der römischen Handelsstraßen, die durch das Gebiet führten. Die Via Romana verband die Region mit wichtigen Handelszentren und legte den Grundstein für die wirtschaftliche Entwicklung.
Im Mittelalter entwickelte sich die Region zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt. Die Errichtung zahlreicher Burgen und Schlösser zeugt von der strategischen Bedeutung der Weststeiermark. Die Burg Deutschlandsberg, erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt, wurde zum Zentrum der regionalen Verwaltung. Klöster wie das Stift Stainz förderten den Weinbau und die landwirtschaftliche Entwicklung der Region maßgeblich. Die charakteristische Kulturlandschaft mit ihren Weingärten und Streuobstwiesen nahm in dieser Zeit ihre heutige Form an. Die Marktrechte, die vielen Orten verliehen wurden, stärkten die wirtschaftliche Position der Region.
Die frühe Neuzeit brachte bedeutende Veränderungen: Die Türkeneinfälle im 15. und 16. Jahrhundert hinterließen tiefe Spuren in der Region, viele Ortschaften wurden zerstört und wieder aufgebaut. Die Säkularisierung der Klöster im 18. Jahrhundert führte zur Umstrukturierung des Landbesitzes. Das Stift Stainz wurde zum Schloss umgebaut und entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum. Im 19. Jahrhundert erlebte die Weinwirtschaft durch die Reblauskatastrophe einen schweren Rückschlag, erholte sich aber durch die Einführung resistenter Rebsorten. Die Schilchertraube, eine regionale Besonderheit, gewann zunehmend an Bedeutung.
Nach den Wirren der Weltkriege begann der wirtschaftliche Aufschwung der Region. Der Tourismus entwickelte sich seit den 1970er Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Die Schilcherweinstraße wurde etabliert und lockt seither Besucher aus aller Welt an. Die Gemeindestrukturreform 2015 führte zur Zusammenlegung zahlreicher Gemeinden und schuf effizientere Verwaltungsstrukturen. Heute verbindet die Weststeiermark traditionelle Landwirtschaft mit modernem Tourismus, nachhaltigem Weinbau und einem vielfältigen Kulturangebot. Die Region hat sich als Geheimtipp für Genießer und Naturliebhaber etabliert.
Die Weststeiermark umfasst den politischen Bezirk Deutschlandsberg mit seinen 15 Gemeinden, die jeweils ihren eigenen Charakter haben.
Der Bezirk Deutschlandsberg ist der westlichste Bezirk der Steiermark und grenzt im Westen an Kärnten, im Süden an Slowenien. Mit einer Fläche von 863,59 Quadratkilometern und rund 61.000 Einwohnern ist er einer der mittelgroßen Bezirke des Bundeslandes. Die Bezirkshauptmannschaft hat ihren Sitz in der Stadt Deutschlandsberg. Der Bezirk erstreckt sich von den Ausläufern des Grazer Beckens im Osten bis zur Koralpe im Westen, deren Gipfel die natürliche Grenze zu Kärnten bildet. Diese geografische Vielfalt prägt den Charakter der Region: fruchtbare Weinbaugebiete im Osten, waldreiche Mittelgebirgslandschaft im Zentrum und alpine Regionen im Westen.
Die Bezirkshauptstadt und einzige Stadt des Bezirks thront majestätisch am Fuße der gleichnamigen Burg. Mit rund 12.000 Einwohnern ist sie das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Weststeiermark. Die historische Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Bürgerhäusern lädt zum Flanieren ein. Die Burg Deutschlandsberg mit dem Archeomuseum und der modernen Glasterrasse bietet einen spektakulären Rundblick über die Region.
Die historische Marktgemeinde wird vom imposanten Schloss Stainz dominiert, das einst ein Augustiner-Chorherrenstift war. Heute beherbergt es das Landwirtschaftsmuseum und das Jagdmuseum des Universalmuseums Joanneum. Die charmante Altstadt mit ihren Arkadenhöfen und der barocken Pfarrkirche verströmt mediterranes Flair. Der jährliche Aufsteirern-Herbst ist ein kulturelles Highlight.
Die Marktgemeinde im oberen Sulmtal ist für ihre ausgezeichneten Weine und das traditionelle Handwerk bekannt. Der Wieser Hauptplatz mit seinen historischen Bürgerhäusern und der markanten Pfarrkirche bildet das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens. Die Umgebung von Wies gehört zu den besten Weinlagen der Weststeiermark, insbesondere für Schilcher und Sauvignon Blanc.
Die südlichste Marktgemeinde der Weststeiermark liegt eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft nahe der slowenischen Grenze. Der historische Marktplatz mit seinen traditionellen Handelshäusern erinnert an die einstige Bedeutung als Handelsort. Die Pfarrkirche St. Oswald mit ihrem gotischen Kern und barocken Erweiterungen ist ein kunsthistorisches Kleinod der Region.
Die Marktgemeinde am Zusammenfluss von Schwarzer und Weißer Sulm besticht durch ihre malerische Lage inmitten von Weinbergen. Das Schloss Schwanberg mit seinem weitläufigen Park und die gotische Pfarrkirche prägen das Ortsbild. Die Umgebung bietet ausgezeichnete Wandermöglichkeiten, darunter den beliebten Sulmtalweg und den Weinlehrpfad.
Der staatlich anerkannte Kurort am Fuße der Koralpe verbindet Gesundheit mit Genuss. Die heilkräftigen Thermalquellen und das moderne Kurzentrum ziehen Erholungssuchende aus ganz Österreich an. Die Gamser Töpferei mit ihrer jahrhundertealten Tradition ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Umgebung bietet ideale Bedingungen für Wanderungen.
Die Gemeinde am Schwarzaubach beherbergt das eindrucksvolle Feuerwehrmuseum Österreichs, das jährlich tausende Besucher anzieht. Die weitläufige Museumsanlage präsentiert die Geschichte des Feuerwehrwesens von den Anfängen bis zur Gegenwart. Der Ort selbst besticht durch seine ruhige, ländliche Atmosphäre und die gepflegten Bauernhöfe in der Umgebung.
Die Marktgemeinde im Laßnitztal verbindet industrielle Tradition mit ländlichem Charme. Der Ort entwickelte sich durch die Ansiedlung von Industriebetrieben zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig bewahrt Frauental seinen dörflichen Charakter mit der markanten Pfarrkirche und den traditionellen Gasthöfen. Die Laßnitz bietet schöne Spazierwege.
Die Gemeinde im nördlichen Teil des Bezirks profitiert von der Nähe zu Graz und hat sich zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt. Trotz des Wachstums bewahrt Lannach seinen ländlichen Charakter. Die sanfte Hügellandschaft mit Weinbergen und Obstgärten prägt das Landschaftsbild. Der Ort bietet eine gute Infrastruktur für Familien.
Die Gemeinde im nördlichen Teil der Weststeiermark verbindet landwirtschaftliche Tradition mit moderner Lebensqualität. Die sanfte Hügellandschaft mit ihren Streuobstwiesen und kleinen Weingärten prägt das Landschaftsbild. Preding ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die gesamte Region. Der örtliche Bauernmarkt ist bekannt für regionale Produkte.
Die Gemeinde liegt malerisch auf einem Höhenrücken oberhalb von Stainz und bietet herrliche Ausblicke über die Weinberge der Weststeiermark. Die romanische Pfarrkirche ist ein kunsthistorisches Juwel. Die Umgebung ist geprägt von Weinbau und kleinstrukturierter Landwirtschaft. Zahlreiche Buschenschänke laden zur Einkehr ein.
Die kleine Gemeinde im Sulmtal besticht durch ihre idyllische Lage zwischen Weinbergen und Wäldern. Der Ort hat sich seinen ursprünglichen, dörflichen Charakter bewahrt. Die Weinbautradition wird hier besonders gepflegt, viele Familienbetriebe produzieren exzellente Weine. Der Sulmtalradweg führt direkt durch die Gemeinde.
Die Gemeinde liegt im mittleren Sulmtal und ist von Weinbergen umgeben. Die barocke Pfarrkirche mit ihrem markanten Turm ist weithin sichtbar. Sankt Martin ist bekannt für seine ausgezeichneten Weine und die traditionellen Buschenschänke. Die ruhige Lage und die intakte Natur machen den Ort zu einem beliebten Erholungsziel.
Die Gemeinde im südlichen Teil des Bezirks grenzt an Slowenien und ist von einer reizvollen Hügellandschaft geprägt. Der Weinbau spielt hier eine wichtige Rolle, die steilen Hänge sind mit Rebstöcken bepflanzt. Die Pfarrkirche St. Josef thront über dem Ort. Die Nähe zur Grenze macht Sankt Josef zu einem interessanten Ausgangspunkt für grenzüberschreitende Ausflüge.
Die Gemeinde im Westen des Bezirks liegt am Fuße der Koralpe und bietet Zugang zu ausgedehnten Wandergebieten. Der Ort hat eine lange Bergbautradition, die im örtlichen Museum dokumentiert wird. Heute ist Pölfing-Brunn ein ruhiger Wohnort mit guter Anbindung. Die umgebende Berglandschaft bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten zu jeder Jahreszeit.
Die Weststeiermark ist die Heimat des Schilchers - eines einzigartigen Roséweins, der weltweit seinesgleichen sucht.
Der Schilcher ist untrennbar mit der Identität der Weststeiermark verbunden. Dieser charakteristische Roséwein wird ausschließlich aus der autochthonen Rebsorte Blauer Wildbacher gekeltert, die nur in dieser Region ihre optimalen Wachstumsbedingungen findet. Die steilen Hänge, das besondere Mikroklima und die mineralreichen Böden verleihen dem Schilcher seinen unverwechselbaren Geschmack: fruchtig-frisch, mit lebendiger Säure und einem charakteristischen Hauch von Walderdbeeren und Johannisbeeren.
Die Weinbautradition der Weststeiermark reicht mehr als 2.000 Jahre zurück, doch der Schilcher entwickelte sich erst in den letzten Jahrhunderten zu dem, was er heute ist. Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „schillern" ab und beschreibt die changierende Farbe des Weins, die von zartem Rosa bis zu kräftigem Lachsrot reichen kann. Rund 450 Hektar sind heute mit Blauem Wildbacher bepflanzt, was etwa ein Drittel der gesamten Rebfläche der Region ausmacht.
Neben dem klassischen Schilcher produzieren die Winzer der Region auch exzellente Weißweine. Sauvignon Blanc, Welschriesling und Weißburgunder gedeihen hervorragend auf den kalkhaltigen Böden und bringen Weine von internationaler Qualität hervor. Die Schilcherweinstraße, eine der bekanntesten Weinstraßen Österreichs, verbindet die besten Weingüter der Region und führt durch eine atemberaubende Landschaft aus Weinbergen, Wäldern und traditionellen Gehöften.
Die einzigartige Rebsorte für den Schilcher wird weltweit nur hier angebaut. Sie ist perfekt an das lokale Klima angepasst und bringt Weine von unverwechselbarem Charakter hervor. Die Traube ist kleinbeerig und dickschalig, was den typischen fruchtigen Geschmack und die charakteristische Farbe erzeugt.
Bis zu 70 Prozent Hangneigung sorgen für optimale Sonneneinstrahlung und verleihen den Weinen ihre besondere Mineralität. Die Arbeit in diesen Steillagen ist mühsam und kann oft nur händisch erfolgen, was die Qualität der Weine aber umso mehr unterstreicht.
Warme Tage und kühle Nächte ermöglichen eine langsame Reifung der Trauben und bewahren die charakteristische Frische der Weine. Der Einfluss des pannonischen Klimas aus dem Osten und der alpinen Strömungen aus dem Westen schafft einzigartige Bedingungen.
Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen bestätigen die herausragende Qualität der weststeirischen Weine. Die Winzer der Region haben sich durch Innovation und Tradition einen exzellenten Ruf erarbeitet und exportieren ihre Weine in alle Welt.
Die weststeirische Küche verbindet bäuerliche Tradition mit kreativer Raffinesse und setzt auf regionale Produkte.
Das Herzstück jeder Buschenschank ist die traditionelle Brettljause. Auf rustikalen Holzbrettern werden hausgemachte Spezialitäten serviert: Verhackertes (ein würziger Speckaufstrich), Schweinsbraten, verschiedene Würste, Käsesorten und eingelegtes Gemüse. Dazu gibt es frisches Bauernbrot und natürlich den passenden Schilcher. Die Qualität der Zutaten stammt meist direkt vom eigenen Hof oder von Nachbarbauern.
Das berühmte Kürbiskernöl aus der Steiermark ist ein unverzichtbarer Bestandteil der regionalen Küche. Der typische steirische Salat wird mit diesem dunkelgrünen, nussig schmeckenden Öl angemacht und mit Kürbiskernen garniert. Besonders beliebt ist der Vogerlsalat mit Erdäpfeln und Kernöl. Das Kürbiskernöl der Weststeiermark trägt das EU-Gütesiegel und wird nach traditionellen Methoden gepresst.
Die weststeirische Mehlspeisküche kennt viele Klassiker. Der Topfenstrudel, mit frischem Quark aus der Region gefüllt, ist ein beliebtes Dessert. Kaiserschmarrn wird hier oft mit Schilchersauce serviert - eine raffinierte Kombination aus süß und fruchtig. Besonders im Herbst sind die Krapfen mit Kürbisfülle und die Maronidesserts ein Genuss. Viele Buschenschänke servieren hausgemachte Torten.
Buschenschänke sind ein einzigartiges Phänomen der österreichischen Weinkultur. Winzer dürfen hier ihre eigenen Produkte direkt an Gäste ausschenken und einfache kalte Speisen servieren. Ein ausgesteckter Buschen (Strauß aus Zweigen) zeigt an, dass geöffnet ist. In der Weststeiermark gibt es über 200 aktive Buschenschänke, die meist nur an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten geöffnet haben. Ein Besuch bietet die authentischste Möglichkeit, die regionale Weinkultur kennenzulernen. Die Öffnungszeiten sollten vorab geprüft werden, da viele Betriebe nur von Donnerstag bis Sonntag geöffnet haben.
Die sanfte Hügellandschaft bietet perfekte Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten aller Art.
Der 65 Kilometer lange Weitwanderweg führt durch die schönsten Weinlagen der Region. Von Ligist bis Eibiswald passiert man malerische Weingärten, traditionelle Buschenschänke und genießt atemberaubende Ausblicke. Der Weg ist in mehrere Etappen unterteilt und kann auch in Teilstücken erwandert werden. Entlang der Strecke laden zahlreiche Winzer zur Verkostung ein. Die beste Zeit für diese Wanderung ist der Herbst, wenn sich die Weinberge golden färben.
Der familienfreundliche Radweg folgt dem Lauf der Sulm durch die gesamte Weststeiermark. Auf einer Länge von etwa 50 Kilometern führt er durch idyllische Flusslandschaften, vorbei an historischen Mühlen und Schlössern. Die moderate Steigung macht ihn auch für weniger geübte Radler geeignet. An heißen Sommertagen bieten die Sulm und ihre Zuflüsse erfrischende Bademöglichkeiten. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
Der Hausberg der Weststeiermark erreicht mit 2.140 Metern alpine Dimensionen. Im Sommer locken ausgedehnte Wanderwege durch Almlandschaften und Hochmoore, im Winter ein kleines, aber feines Skigebiet. Die Koralm-Bahntrassee bietet spektakuläre Mountainbike-Touren. Der Gipfelbereich mit seinen Bergseen ist ein lohnendes Ziel für ambitionierte Wanderer. Von der Koralpe bietet sich ein grandioser Rundblick bis nach Slowenien und Kärnten.
Der angrenzende Naturpark erstreckt sich bis in die Weststeiermark und schützt eine einzigartige Kulturlandschaft. Streuobstwiesen, Weinberge und naturnahe Wälder bieten Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Geführte Naturwanderungen vermitteln Wissen über die ökologischen Zusammenhänge dieser besonderen Landschaft. Der Naturpark ist auch ein Paradies für Vogelbeobachter mit über 100 verschiedenen Brutvogelarten.
Die Weststeiermark bietet weit mehr als nur Wandern und Radfahren. Die zahlreichen Badeseen und Flussbäder, wie das Sulmfreibad oder der Wildoner Badesee in der Nähe, sind im Sommer beliebte Ausflugsziele für Familien. Reitsportbegeisterte finden mehrere Reitställe mit Angeboten von Anfängerkursen bis zu mehrtägigen Ausritten durch die Weinberge. Die Reitwege führen durch die malerische Hügellandschaft und bieten einzigartige Perspektiven.
Für Golfer stehen mehrere gepflegte Plätze zur Verfügung, darunter Anlagen in der näheren Umgebung mit anspruchsvollen Parcours inmitten der Weinberge. Nordic Walking ist auf eigens angelegten Strecken möglich, der Klettergarten Deutschlandsberg bietet Herausforderungen für verschiedene Schwierigkeitsgrade, und Bogenschießen wird als traditionelle Freizeitaktivität angeboten. Im Winter laden neben dem Skigebiet auf der Koralpe auch zahlreiche Loipen und Winterwanderwege zu Aktivitäten in der verschneiten Landschaft ein.
Historische Burgen, moderne Museen und besondere Erlebnisse warten auf Ihren Besuch.
Die im 12. Jahrhundert erbaute Burg thront majestätisch über der Stadt und ist das Wahrzeichen der Region. Das Archeomuseum präsentiert archäologische Funde von der Steinzeit bis ins Mittelalter und erzählt die bewegte Geschichte der Weststeiermark. Die moderne Glasplattform bietet einen spektakulären 360-Grad-Rundblick über die Weinberge bis zu den Alpen. Regelmäßige Sonderausstellungen und Veranstaltungen machen die Burg zu einem lebendigen Kulturzentrum. Das Burgrestaurant serviert regionale Spezialitäten mit Aussicht.
Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift beherbergt zwei bedeutende Sammlungen des Universalmuseums Joanneum. Das Landwirtschaftsmuseum dokumentiert das bäuerliche Leben in der Steiermark, während das Jagdmuseum die Kulturgeschichte der Jagd präsentiert. Der weitläufige Schlosspark lädt zu entspannten Spaziergängen ein, und die barocke Stiftskirche ist ein Juwel sakraler Architektur. Das Schloss ist auch Veranstaltungsort für Konzerte und kulturelle Events.
Das größte Feuerwehrmuseum Österreichs zeigt auf über 4.000 Quadratmetern die faszinierende Geschichte des Feuerlöschwesens. Historische Löschfahrzeuge, Uniformen und Ausrüstungsgegenstände dokumentieren die Entwicklung vom Löscheimer bis zum modernen Tanklöschfahrzeug. Interaktive Stationen und ein Feuerwehrspielplatz machen das Museum zum Erlebnis für die ganze Familie. Regelmäßig finden Sonderveranstaltungen und Vorführungen statt.
Die traditionelle Töpferwerkstatt in Bad Gams blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Das charakteristische schwarz-grüne Dekor der Gamser Keramik ist weit über die Region hinaus bekannt. Besucher können bei Führungen den Töpfern über die Schulter schauen und in Workshops selbst Hand anlegen. Der angeschlossene Laden bietet eine große Auswahl an traditionellem und modernem Geschirr, das als beliebtes Mitbringsel aus der Weststeiermark gilt.
Eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten der Steiermark liegt im nördlichen Teil der Region. Die barocke Kirche mit dem wundertätigen Gnadenbild zieht jährlich tausende Pilger an. Die kunsthistorisch bedeutsamen Fresken und der prachtvolle Hochaltar sind besonders sehenswert. Der Kalvarienberg hinter der Kirche bietet einen meditativen Kreuzweg mit herrlichen Ausblicken über die umgebende Landschaft. Der Ort ist auch Ausgangspunkt für Wanderungen.
Die Weststeiermark ist reich an kleinen Produzenten, die ihre Türen für Besucher öffnen. Traditionelle Ölmühlen demonstrieren die Herstellung des berühmten Kürbiskernöls nach überlieferten Methoden. Bauernhöfe bieten Führungen und Verkostungen von Käse, Wein und anderen regionalen Produkten. Die Direktvermarkter-Route verbindet die besten Betriebe und ermöglicht einen authentischen Einblick in die bäuerliche Kultur der Region. Ein Einkauf direkt beim Erzeuger garantiert höchste Qualität.
Das ganze Jahr über locken vielfältige Events in die Weststeiermark.
Mit dem Frühjahr erwacht die Weststeiermark zum Leben. Die Obstbaumblüte verwandelt die Landschaft in ein weißes Blütenmeer, begleitet von den ersten Weinwanderungen und Kellerfesten. Der traditionelle Aufsteirern im Mai feiert die steirische Volkskultur mit Trachtenumzügen, Volksmusik und kulinarischen Spezialitäten. Im Sommer locken zahlreiche Open-Air-Konzerte, Sommerkinos und Dorffeste in die Region.
Der Herbst ist die Hauptsaison in der Weststeiermark. Wenn die Weinlese beginnt und sich die Blätter der Rebstöcke golden und rot färben, erreicht die Region ihren Höhepunkt an Schönheit. Der Schilcher-Herbst mit seinen Weinfesten, Lesewanderungen und kulinarischen Events ist das Highlight des Jahres. Das Erntedankfest zeigt bäuerliche Tradition in ihrer schönsten Form, und die Martinigansl-Essen im November sind sehr beliebt.
Die Adventzeit verwandelt die Weststeiermark in eine romantische Winterlandschaft. Stimmungsvolle Adventmärkte in Deutschlandsberg, Stainz und anderen Orten bieten Kunsthandwerk, regionale Köstlichkeiten und vorweihnachtliche Atmosphäre. Die Rauhnächte zwischen Weihnachten und Dreikönig werden mit traditionellen Bräuchen begangen. Skifahren auf der Koralpe und Langlaufen runden das Winterangebot ab.
Von der gemütlichen Ferienwohnung bis zum Wellnesshotel - hier finden Sie Ihr perfektes Domizil.
Wohnen inmitten der Reben
Zahlreiche Winzer bieten stilvolle Unterkünfte direkt am Weingut an. Hier erleben Sie die Weinkultur hautnah und können die Produkte direkt vor Ort verkosten.
Komfort und steirische Gastfreundschaft
Die Hotels und Gasthöfe der Region verbinden moderne Annehmlichkeiten mit traditioneller Atmosphäre. Viele Betriebe verfügen über eigene Restaurants.
Urlaub bei echten Bauern
Urlaub am Bauernhof ist besonders für Familien ein unvergessliches Erlebnis. Die Ferienwohnungen bieten Unabhängigkeit und viel Platz für größere Gruppen.
Alles Wissenswerte für Ihren Aufenthalt in der Weststeiermark.
Planen Sie jetzt Ihren Aufenthalt im Schilcherland und erleben Sie unvergessliche Momente zwischen Weinbergen, Wäldern und herzlicher Gastfreundschaft.